„Wir haben eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche endgültige Einigung geschaffen“, sagte US-Vizepräsident JD Vance am Montag im Schweizer Luxusresort Bürgenstock, wo die Gespräche stattgefunden hatten. Auch Irans Außenminister Abbas Araqchi lobte „bedeutende Fortschritte“.<BR /><BR />Trotz der Fortschritte blieb das iranische Atomprogramm ein zentrales Konfliktthema. Die USA wollen verhindern, dass Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Teheran bestreitet, Atomwaffen bauen zu wollen. Laut Vance stimmte Teheran zu, wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land „einzuladen“. Dies sei „der erste Schritt zur dauerhaften Denuklearisierung oder zur endgültigen Beendigung des Atomwaffenprogramms im Iran“.<h3> Iran zurückhaltender</h3>Der Iran äußerte sich dazu deutlich zurückhaltender. Bei den Gesprächen habe eine „sehr kurze Debatte über die Atomfrage“ stattgefunden, erklärte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Das Thema sei von den USA angesprochen worden, Washington habe seine Position dargelegt. „Aber es wurden keine Details erörtert, und man kann nicht sagen, dass Verhandlungen über die Atomfrage begonnen haben“.<BR /><BR />Zudem gehe die Islamische Republik auch keine neuen Verpflichtungen ein, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf das Außenministerium in Teheran. Die Zusammenarbeit mit der IAEA werde im Rahmen der bestehenden Verfahren fortgesetzt, heißt es weiter. Dies stehe jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des iranischen Parlaments und der Entscheidungen des Obersten Nationalen.<h3> Kommunikationskanal für die Straße von Hormuz</h3>Den Vermittlerstaaten Katar und Pakistan zufolge vereinbarten die USA und der Iran, einen Kommunikationskanal für die Straße von Hormuz und einen Konfliktlösungsstab für den Libanon einzurichten. Mit dem Kanal sollten „Vorfälle und Kommunikationspannen“ verhindert und eine „sichere“ Handelsschifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, die der Iran nach Beginn des Krieges weitgehend gesperrt hatte. Die Meerenge ist für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas von großer Bedeutung.<BR /><BR />Über den zudem geplanten Konfliktlösungsstab für den Libanon wurde der dortige Präsident Joseph Aoun nach Angaben seines Büros informiert. Parallel zum Iran-Krieg hatten sich die israelische Armee und die libanesische Hisbollah-Miliz in den vergangenen Monaten intensive Kämpfe geliefert. Israel, das gemeinsam mit den USA Ende Februar den Krieg gegen Iran begonnen hatte, ist an den Verhandlungen in der Schweiz allerdings nicht beteiligt.