Es habe zuletzt „wichtige Fortschritte“ gegeben, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton nach einem Treffen mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax. „Wir sind glücklich darüber, wie die Verhandlungsführer die Vorgaben der beiden Präsidenten umgesetzt haben“, sagte Lawrow.Moskau und Washington sollten gemeinsam gegen die Verbreitung von Atomwaffen eintreten, sagte Clinton. „Viele Menschen in Russland und den USA und auf der ganzen Welt hängen von der gemeinsamen Arbeit unserer beiden Länder ab.“Die USA und Russland müssten als „Partner“ weltweite Anstrengungen unternehmen, um für die Sicherheit von spaltbarem Material zu sorgen und die Gefahr des Nuklear- Terrorismus zu bekämpfen, sagte die US-Außenministerin.Angeblich wollen die beiden Länder das Nachfolgedokument für den Anfang Dezember ausgelaufenen START-Vertrag zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen noch vor dem Nuklear-Gipfel Mitte April in Washington verabschieden, an dem auch Kremlchef Dmitri Medwedew teilnehmen will. Russland und die USA verhandeln bereits seit Monaten über ein neues Abkommen. Schon „sehr bald“ würden sich Medwedew und US-Präsident Barack Obama auch über den Ort und den Zeitpunkt für die Unterschrift unter das neue Abkommen einigen, sagte Lawrow. Als Favoriten für die Unterzeichnungszeremonie gelten Kiew und Prag.UN-Generalsekretär Ban Ki-moon lobte die Fortschritte bei den Verhandlungen, forderte aber bei einem Treffen mit Medwedew in Moskau die USA und Russland zu einer raschen Unterzeichnung des neuen Vertrags auf. „I hope so (Ich hoffe)“, antwortete Medwedew auf Englisch. Ban und Clinton nehmen in der russischen Hauptstadt auch am Treffen des Nahost-Quartetts an diesem Freitag teil.In den vergangenen Wochen hatten die US-Raketenabwehrpläne in Südosteuropa Moskau verärgert und die Verhandlungen erneut verzögert. Das russische Parlament fordert, dass Washington in dem Dokument auch auf seinen Raketenschutzschild in Rumänien verzichtet. Die USA lehnen es jedoch ab, das Abrüstungsabkommen mit den Abwehrplänen zu verbinden. Zuletzt hieß es allerdings, der Vertragstext sei fast fertig. Bereits im Sommer 2009 hatten sich Medwedew und Obama darauf geeinigt, die Zahl der strategischen Sprengköpfe von maximal 2.200 auf 1.500 bis 1.676 zu reduzieren.apa/dpa