Samstag, 11. Mai 2019

USA weiten Venezuela-Sanktionen aus

Die USA versuchen mit einer Ausweitung ihrer Sanktionen gegen Venezuelas Verteidigungs- und Sicherheitssektoren den Druck auf Präsident Nicolas Maduro zu erhöhen. Gegen amerikanische und ausländische Firmen, die in diesen Bereichen Venezuelas aktiv seien, könnten jetzt Strafmaßnahmen verhängt werden, teilte das Finanzministerium in Washington am Freitag mit.

USA erhöhen Druck auf Venezuelas Präsident Nicolas Maduro Foto: APA (AFP)
USA erhöhen Druck auf Venezuelas Präsident Nicolas Maduro Foto: APA (AFP)

Für Firmen, die mit der Öl- und Bankenbranche Venezuelas Geschäfte machen, gilt dies bereits. Zwei Reedereien und Öltanker wurden zudem auf eine Schwarze Liste gesetzt, weil sie Öl von Venezuela nach Kuba transportiert haben sollen. Die USA unterstützen Venezuelas Oppositionschef Juan Guaidó, der sich selbst zum Übergangspräsidenten ernannt hat und sich seit mehreren Monaten einen Machtkampf mit Maduro liefert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) telefonierte am späten Freitagabend erneut mit Guaidó. Kurz habe sich dabei nach den jüngsten Entwicklungen in Venezuela erkundigt, hieß es aus dem Bundeskanzleramt gegenüber der APA. Der Bundeskanzler habe auch seine Besorgnis über die brutale Repression des Maduro-Regimes ausgedrückt und die jüngste, gegen oppositionelle Politiker gerichtete Verhaftungswelle verurteilt. Außerdem habe Kurz die Unterstützung Österreichs für einen friedlichen Machtwechsel in Venezuela betont. Guaidó habe Kurz gebeten, weiter Druck auf das Maduro-Regime auszuüben.

apa/ag

stol