Freitag, 22. Februar 2019

USA wollen nun doch 200 Soldaten in Syrien belassen

Die USA wollen auch nach dem geplanten Truppenabzug aus Syrien rund 200 Soldaten in dem Bürgerkriegsland stationiert lassen. Eine kleine Gruppe von „etwa 200” Soldaten solle für eine gewisse Zeit zur „Friedenssicherung” in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Donnerstag.

US-Präsident Donald Trump belässt es offenbar beim Teilabzug in Syrien. - Foto: APA (AFP)
US-Präsident Donald Trump belässt es offenbar beim Teilabzug in Syrien. - Foto: APA (AFP)

Die Abzugsankündigung von US-Präsident Donald Trump war von internationalen Verbündeten, aber auch in der eigenen Partei kritisiert worden. Trump hatte im Dezember überraschend einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt. Er begründete den Schritt damals damit, dass der Kampf gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat” (IS) „gewonnen” sei. Die US-Truppen sollen bis zum 30. April abgezogen werden.

Im Kampf gegen den IS verbündete Staaten, die oppositionellen US-Demokraten wie auch Vertreter von Trumps Republikanischer Partei haben einen Abzug aus Syrien als verfrüht kritisiert. Befürchtet wird nicht nur ein Wiedererstarken der Jihadisten, sondern auch ein türkischer Angriff auf mit den USA verbündete kurdische Milizen. Kritiker argumentieren zudem, mit einem Rückzug überlasse Trump in Syrien dem Iran und Russland das Feld. Beide Länder sind mit dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad verbündet.

Sprecherin Sanders machte am Donnerstag zunächst keine konkreteren Angaben zu den US-Soldaten, die in Syrien bleiben sollen. Die Verwendung des Begriffes „Friedenssicherung” könnte aber darauf hindeuten, dass die USA europäische Staaten dazu bringen wollen, sich an einer solchen Mission zu beteiligen.

apa/ag.

stol