Montag, 28. November 2016

VdB und Hofer: Mit Moderator klappt’s besser

Gesitteter als beim legendären unmoderierten TV-Duell im Mai ist Sonntagabend beim Privatsender ATV die dritte TV-Konfrontation zur Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember verlaufen.

Brav am Tisch und beim Diskutieren: Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer.
Brav am Tisch und beim Diskutieren: Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer. - Foto: © APA

Ein Scheitern der Debatte war diesmal verboten, und so lieferten sich der frühere Grünen-Chef Alexander Van der Bellen und FPÖ-Kandidat Norbert Hofer eine über weite Strecken sachliche Debatte – mit einzelnen Spitzen.

Das vergeigte Duell vom Mai war gleich erstes Thema, der diesmal von Martin Thür moderierten Sendung. „Wir sind hart aufeinandergekracht. Das war's“, sagte Van der Bellen. „Wenn ich sie zu hart angepackt habe, tut es mir leid, aber so schlimm war es dann auch wieder nicht“, erwiderte Hofer.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen danach die üblichen verdächtigen Themen mit den aus elf Monaten Wahlkampf bekannten Positionen – vom US-Wahlkampf und Donald Trump über Österreichs Außenpolitik und seine Beziehungen zu Deutschland, Russland oder zur Türkei bis hin zur Europäischen Union und der heimischen Innenpolitik.

Beide Kandidaten warben auf ATV um die noch unentschiedenen bürgerlichen und Mitte-Wähler.

Das legendäre unmoderierte ATV-Duell im Mai

Nach Meinung der Politikexperten Thomas Hofer und Peter Hajek besserten Van der Bellen und Hofer ihr verpatztes Gespräch vom Mai aus. ATV setzte damals die beiden Kontrahenten unmoderiert ins Studio – der Rest war Fernseh-Geschichte: Die Kandidaten redeten aneinander vorbei und attackierten einander unter der Gürtellinie.

Hofer-Sätze wie „Reden Sie mit einer Flasche, die redet nicht zurück“ oder die „Scheibenwischer“-Gesten durch Van der Bellen blieben beim Publikum hängen. Von einer Blamage und Selbstbeschädigung der Kandidaten war die Rede. Diesmal versuchten die Politiker laut Hofer, solche Fehler zu vermeiden.

apa

stol