Die an Kroatien grenzende Region fordert die Einführung von Quoten für kroatische Arbeitnehmer. Sie befürchtet, dass wegen des EU-Beitritts des Balkanlandes der Arbeitsmarkt mit billigen Arbeitskräften überschwemmt werden könnte, wie es in Italien nach der EU-Erweiterung auf Rumänien und Bulgarien in den vergangenen Jahren bereits der Fall war.„Wir haben nichts gegen Kroatien, wir können jedoch nicht dieselbe Situation riskieren, die eintrat, als Rumänien und Bulgarien ohne Regelung der EU beigetreten sind. Wir befürchten eine massive Einwanderung kroatischer Arbeitnehmer, deren Arbeitskosten deutlich geringer als unsere sind“, betonte der Präsident der Region Veneto, Luca Zaia.Er drängt die Regierung in Rom, dieses Thema beim EU-Gipfeltreffen am 28. Juni in Brüssel anzusprechen. Laut Zaia sollten mindesten drei Jahre lang Einwanderungsquoten für kroatische Arbeitnehmer gelten.„Wir wollen nicht, dass unsere Strände von kroatischen Saisonarbeitern überschwemmt werden. Zuerst haben die Einwohner Venetos Recht auf Beschäftigung, vor allem in einer so schwierigen Wirtschaftsphase für Italien wie jetzt“, betonte Zaia, Spitzenpolitiker der Lega Nord.D/mit