Samstag, 08. Juni 2019

Venezolaner strömen nach Grenzöffnung nach Kolumbien

Nach der Öffnung der Grenze nach Kolumbien sind Tausende Venezolaner in das Nachbarland geströmt. Auf der Brücke Simón Bolívar nahe der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta bildeten sich am Samstag lange Schlangen, wie der Fernsehsender RCN berichtete. Die Menschen wollten in dem Nachbarland Lebensmittel und Medikamente einkaufen.

Tausende Venezolaner nützen die Grenzöffnung für dringend nötige Einkäufe. -  Foto: APA/AFP
Tausende Venezolaner nützen die Grenzöffnung für dringend nötige Einkäufe. - Foto: APA/AFP

Nach fast vier Monaten hatte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am Freitag angekündigt, die Grenze nach Kolumbien wieder zu öffnen. Im Streit um humanitäre Hilfe für das krisengebeutelte Land hatte Maduro im Februar die Grenzen zu den Nachbarländern dichtgemacht. Die Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó hatte damals versucht, Hilfsgüter über die Grenze nach Venezuela zu schaffen. Maduro sah darin einen Vorwand für eine militärische Intervention in dem südamerikanischen Land.

Vor einem Monat hatte die venezolanische Regierung bereits die Grenzen zu Brasilien und der niederländischen Karibikinsel Aruba wieder geöffnet. Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Aus Mangel an Devisen können kaum noch Lebensmittel und Medikamente importiert werden. Über das Rote Kreuz gelangen mittlerweile aber einige Hilfslieferungen ins Land.

apa/dpa

stol