Mittwoch, 06. Februar 2019

Venezuela-Krise: Guaido fordert Treffen mit Salvini

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaido hat Vizepremier und Lega-Chef Matteo Salvini zu einem Treffen aufgerufen.

Juan Guaidó will mit Matteo Salvini sprechen.
Juan Guaidó will mit Matteo Salvini sprechen. - Foto: © APA/AFP

Er bat um ein Gespräch mit seiner Delegation, um Meinungen über die „entscheidende Übergangsphase“ auszutauschen, die Venezuela zurzeit erlebe, hieß es im Schreiben an Salvini am Mittwoch, der von italienischen Medien veröffentlicht wurde.

Guaido erklärte in dem Schreiben, er wolle Salvini seinen „Aktionsplan zur Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela mittels freier und transparenter Wahlen und zur Bewältigung der humanitären Krise im Land“ vorstellen. Diese Krise betreffe 100.000 Italiener, die in Venezuela leben. Es sei wichtig, dass Venezuela mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft so rasch wie möglich zu demokratischen Wahlen gelange.

Italien hat sich bisher nicht der Gruppe von EU-Ländern angeschlossen, die den jungen Abgeordneten als rechtmäßigen Übergangsstaatschef des südamerikanischen Krisenlandes anerkannt haben. „Italien unterstützt den Wunsch des venezolanischen Volkes, in einem friedlichen und demokratischen Prozess in kürzester Zeit eine freie und transparente Neuwahl des Präsidenten zu erreichen, wobei der Grundsatz der Selbstbestimmung respektiert werden soll“, hieß es am Montag in einer Erklärung aus dem Regierungspalast.

apa

stol