Die Bürgerinitiative bemängelt, dass die Arbeitsgruppe primär aus Vertretern bestehe, die direkte wirtschaftliche Interessen an dem Projekt haben und dass Umwelt- und Sozialorganisationen sowie andere Bevölkerungsgruppen kaum berücksichtigt würden. In der Arbeitsgruppe sind auch 8 Vertreter der beteiligten Gemeinden vertreten, doch auch hier bestehe ein Interessenkonflikt, da einige der Gemeinderepräsentanten unmittelbar von einer Umsetzung des Projekts profitieren könnten. Die Gruppe „Nosc Cunfin“ sieht darin einen Verstoß gegen die angekündigte Transparenz und Partizipation.<BR /><BR />Kritik richtet sich auch gegen Stefan Tröbinger, den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, der als Mitglied des Verwaltungsrats eines Seilbahnunternehmens wirtschaftliche Interessen am Projekt habe und maßgeblich die Entscheidungsfindung in der Gruppe beeinflusse. Zusätzlich bemängelt die Initiative, dass die Bevölkerung über Monate hinweg keine Informationen über den Stand der Entscheidungen erhalten habe und die Veröffentlichung des Abschlussberichts lediglich durch die Aufklärungsarbeit der Bürgerinitiative und lokale Zeitungsartikel bekannt geworden sei.<h3> Bürgerbefragung gefordert</h3>Bereits die Entscheidung, statt einer Zahnradbahn auch eine Seilbahn zu prüfen, widerspreche früheren Gemeinderatsbeschlüssen, die eine Verbindung mittels Zahnradbahn vorsahen. Die Bürgerinitiative kritisiert, dass diese Entscheidung ohne eine öffentliche Befragung getroffen wurde, obwohl erhebliche landschaftliche Eingriffe und eine steigende touristische Belastung im Tal zu erwarten seien. Die versprochene „verkehrsberuhigende Wirkung“ des Projekts wird von der Initiative als fragwürdig und irreführend bewertet.<BR /><BR />Angesichts der Bedenken fordert „Nosc Cunfin“ die Abhaltung einer verbindlichen Bürgerbefragung oder zumindest die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die eine faire Repräsentation der betroffenen Interessengruppen gewährleiste.