Die Behörden gingen von einem Terrorverdacht aus, es würden aber auch psychische Ursachen in Betracht gezogen, hieß es. Offizielle Mitteilungen gab es zum Vorfall zunächst nicht.<h3> Flugzeug befand sich zeitweilig in einem sehr steilen Sinkflug</h3>Demnach soll der aus dem Oman stammende Copilot versucht haben, einen Absturz herbeizuführen. Der Mann sei beim Handgemenge mit einem Messer verletzt und vom aus den Emiraten stammenden Piloten und israelischen Passagieren außer Gefecht gesetzt worden, berichtete das israelische Portal „ynetnews“. Der Verdächtige werde zur Zeit in Saudi-Arabien verhört, meldeten Medien.<BR /><BR />Das aus Dubai nach Tel Aviv fliegende Flydubai-Flugzeug hatte zeitweilig ein Signal abgesetzt, das auf einen unrechtmäßigen Eingriff hindeutete. Die Flugdaten zeigten zudem zeitweilig einen sehr steilen Sinkflug an. Schließlich landete die Maschine sicher in Tabuk im Nordwesten von Saudi-Arabien.<h3> Unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, „Schreie und Panik“</h3>Erste Berichte hatten den Piloten als Russen und den Copiloten als Ukrainer identifiziert. Das russische Generalkonsulat in Dubai teilte der Moskauer staatlichen Nachrichtenagentur TASS zufolge mit, die Berichte über einen russischen Piloten im Cockpit entsprächen nicht den Tatsachen. Das Konsulat habe von der Airline die Information erhalten, dass kein russischer Staatsbürger an Bord gewesen sei.<h3> „Die Situation hätte auch anders enden können“</h3>Eine Israelin erzählte dem TV-Sender N12, unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, es habe „Schreie und Panik“ gegeben. „Einige Männer, darunter auch Israelis, standen auf und überwältigten den Angreifer“, sagte sie. Es gehe den Passagieren der Maschine inzwischen gut. „Die Situation hätte aber auch anders enden können“, sagte sie. <h3> „Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden“</h3>Eine weitere Israelin erzählte dem Sender, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. „Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.“<BR /><BR />Die Emirate hatten Israel 2020 im Rahmen eines Annäherungsabkommens anerkannt und haben seitdem die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Wirtschaft und Verteidigung verstärkt. Dubai ist unter Israelis in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel geworden. Israels Premier Benjamin Netanyahu war erst am Sonntag auf Einladung von Präsident Mohammed bin Sayed al-Nahyan in die Emirate gereist. <BR /><BR />Israel und Saudi-Arabien unterhalten bisher keine diplomatischen Beziehungen, arbeiten jedoch nach Medienberichten hinter den Kulissen in einigen Bereichen zusammen. Eine mögliche Normalisierung der Beziehungen ist seit Jahren Gegenstand diplomatischer Bemühungen, gilt aber seit dem Gaza-Krieg als zunehmend unwahrscheinlich.