Donnerstag, 27. Juni 2019

Verdächtiger nach Vergewaltigung von 11-Jähriger gefasst

Im Fall der nach Polizeiangaben von einem Mann mit Wolfsmaske vergewaltigten Elfjährigen in München hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das sagte Sprecher Marcus da Gloria Martins am Donnerstag.

Die Polizei konnte einen Verdächtigen, der das 11-jährige Mädchen mutmaßlich vergewaltigt haben soll, festnehmen.
Die Polizei konnte einen Verdächtigen, der das 11-jährige Mädchen mutmaßlich vergewaltigt haben soll, festnehmen. - Foto: © APA/DPA

Nach Angaben der Beamten war das Mädchen am Dienstag im Münchner Stadtteil Obergiesing von einem maskierten Mann überfallen, in ein Gebüsch gezogen und schwer sexuell missbraucht worden (STOL hat berichtet). Details wollte die Polizei am Nachmittag bekanntgeben.

Nach Aussage des Opfers hatte der Mann während der Tat neben der Maske auch Latexhandschuhe getragen, hatte die Polizei am Mittwoch weiter mitgeteilt. Er habe dem Mädchen und dessen Familie nach dem Überfall mit dem Tod gedroht, sollte sie jemandem von dem Vorfall erzählen. Das Mädchen sei dabei körperlich leicht verletzt worden. Die Beamten hegten keine Zweifel daran, dass die Schilderungen des Opfers zutreffend sind.

Die Ermittlungsgruppe „Wolf“ aus 25 Polizisten fahndete nach dem Täter. Gleichzeitig gingen nach Angaben eines Polizeisprechers vom Donnerstag zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bei der Behörde ein. An Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in dem Gebiet seien Polizisten präsent, sagte der Sprecher.

Landläufig werde eine Tat wie die in Obergiesing als Vergewaltigung bezeichnet, hatte da Gloria Martins am Mittwoch erklärt. Juristisch handele es sich wegen des jungen Alters des Opfers um einen Fall schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Verdächtiger einschlägig vorbestraft

Der festgenommene Verdächtige ist unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft. Der 43-jährige Deutsche sei für einige Jahre in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht gewesen und habe zuletzt in einer therapeutischen Wohngemeinschaft gewohnt, sagte Oberstaatsanwältin Anne Leiding am Donnerstag in München.

Im Intimbereich und an der Unterwäsche des Mädchens sei „tatrelevante männliche DNA“ sichergestellt worden. Es gebe zudem Videoaufnahmen, die den Verdächtigen und das Mädchen zusammen zeigen.

dpa

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stol