Die IDM Südtirol verteidigt hingegen die gewährte Filmförderung für den mehrteiligen Krimi.<BR /><BR />Und auch Wirtschaftslandesrat Marco Galateo hält die investierten IDM-Gelder – immerhin rund 500.000 Euro – für gut eingesetzt. allerdings entspreche die Darstellung Südtirols in der Serie nicht der Realität, meint auch Galateo.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1074705_image" /></div> <BR />Auch wenn diese Serie eine Fiction ist, bei der es künstlerische Freiheit gibt, sei es doch „sehr ärgerlich, wenn die Fiction dann von den Zuschauern nicht erkannt wird und ein Bild von Südtirol gezeichnet wird, das der Realität in keinster Weise entspricht“, meint Kultur-Landesrat Philipp Achammer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1074708_image" /></div> <BR /><BR />Am Montag war der erste Teil der Krimiserie ausgestrahlt worden – auf RAI 1. „Millionen von Italienern, die unsere Geschichte nicht kennen, dürften seit Montagabend davon überzeugt sein, dass in Südtirol die Hauptsprache Italienisch ist und Deutsch nur im privaten Bereich geduldet wird“, kritisiert Julia Unterberger. <BR /><BR />„Siamo in Italia e qui si parla italiano“: Diese „irrtümliche Auffassung“ werde durch die Fernsehserie „Brennero“, die die Realität Südtirols darstellen soll, noch verstärkt. Und Unterberger bringt Beispiele: „Die Staatsanwältin deutscher Muttersprache fordert eine Polizei-Inspektorin auf, ‚ins Italienische zu wechseln, das sei eine Regel, die für alle gelte’.“ Ein Inspektor herrsche einen Verdächtigen an: „Ich lade Sie ein, 2 Beamte auf Italienisch anzusprechen.“ Dies stehe im eklatanten Widerspruch zu den tatsächlichen Sprachbestimmungen in Südtirol: Die deutsche Sprache sei der italienischen bei den öffentlichen Ämtern völlig gleichgestellt. <BR /><BR />„Im Gegensatz zur eklatant falschen Darstellung im Film ‚Brennero’ sind die öffentlichen Bediensteten und auch die Justizbeamten, einschließlich Staatsanwaltschaft und Richterschaft, verpflichtet sich nach der Sprache der Bürger zu richten“, meint Unterberger. „Eine Werbung für Südtirol sieht anders aus.“ <BR /><BR />Wirtschaftslandesrat Marco Galateo will diese Fiction-Serie nicht kommentieren, „das machen die Zuschauer“. Weil die Serie aber von IDM Südtirol mitfinanziert wurde, so weise er darauf hin, dass mehr als der doppelte Betrag in Südtirol ausgegeben worden sei. Die Investition habe also funktioniert. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1074711_image" /></div> <BR />Laut IDM sind 500.000 Euro als Filmförderung für diese Serie gewährt worden. Filmproduzenten müssen, wenn sie eine Filmförderung der IDM erhalten, mindestens 150 Prozent dieser Summe in Südtirol ausgeben – für die Beschäftigung von Filmfachkräften, für involvierte Unternehmen usw. Im Fall der Serie „Brennero“ seien sogar 310,27 Prozent – über 1,5 Millionen Euro – in Südtirol als Wertschöpfung geblieben. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1074714_image" /></div> <BR />Vera Leonardelli, Business Development-Direktorin bei IDM, verteidigt die Förderung: „„Brennero“ sei eine sehr hochwertige Produktion für das breite Publikum. Es handle sich um eine „Fiction“, eine erfundene Geschichte und keine Dokumentation. <BR /><BR />„Weil wir uns der Sensibilität des Themas bewusst waren, hat die unabhängige Expertenkommission der Produktion empfohlen, einen historischen Berater hinzuzuziehen“, schreibt Leonardelli. „Das wurde von der Produktion auch aufgegriffen und umgesetzt. Gleichzeitig sind wir auf die wenigen kritischen Stellen aufmerksam geworden und haben die Produktionsfirma auch darauf angesprochen, aber der Dreh der Serie war zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlossen“, erklärt die Business-Development-Direktorin.