Freitag, 19. Februar 2021

Verfahren gegen Salvini – Di Maio und Lamorgese sagen aus

Im Rahmen eines Verfahrens gegen den italienischen Ex-Innenminister Matteo Salvini im Fall des Schiffs „Gregoretti“sind am Freitag Außenminister Luigi Di Maio und Innenministerin Luciana Lamorgese in Catania eingetroffen.

Bei einer Verurteilung droht Salvini im schlimmsten Fall eine lange Haftstrafe.
Bei einer Verurteilung droht Salvini im schlimmsten Fall eine lange Haftstrafe. - Foto: © ANSA / Orietta Scardino
Sie wurden vom Untersuchungsrichter Nunzio Sarpietro vorgeladen. Der Richter hatte in den vergangenen Wochen den inzwischen zurückgetretenen italienischen Regierungschef Giuseppe Conte zu dieser Causa befragt.

Die Ermittler werfen dem Chef der Lega Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch vor, weil er im Jahr 2019 130 Migranten auf dem Küstenwache-Schiff „Gregoretti“ auf See ausharren ließ, bis sich andere EU-Länder zur Aufnahme der Menschen bereit erklärt hatten. Salvini war damals im ersten Kabinett unter Conte Innenminister.

Er hatte bereits zu 2 Voranhörungen in diesem Fall erscheinen müssen. Salvini hatte stets behauptet, im Einklang mit Conte und mit dem damaligen Vizepremier Di Maio gehandelt zu haben.

Bei einer Verurteilung droht Salvini im schlimmsten Fall eine lange Haftstrafe. Der 47-Jährige hatte immer wieder betont, gemeinsam mit Conte gehandelt zu haben. Conte war Premier einer Regierung aus Lega und Fünf Sterne-Bewegung. Außenminister Di Maio und Innenministerin Lamorgese wurden auch vom neuen Premierminister Mario Draghi, der seit Samstag Italien regiert, im Amt bestätigt.

apa