Dienstag, 20. Oktober 2015

Vergabe der Schutzhütten: Kriterien stehen

Was bei der Vergabe der Nutzungskonzessionen der landeseigenen Schutzhütten ausschlaggebend sein wird, hat die Landesregierung am Dienstag festgelegt. Sie hat die Teilnahmebedingungen und die qualitativen Kriterien definiert, auf deren Grundlage die Konzessionen für 21 Schutzhütten über eine öffentliche Ausschreibung in Losen, das heißt einzeln, vergeben werden.

Das Becherhaus - Archivbild
Badge Local
Das Becherhaus - Archivbild

"Für die Vergabe der Schutzhütten haben wir eine Lösung gefunden, die Klarheit schafft und Sicherheit bietet", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag. Noch am Montagabend war der gemeinsam mit den Alpinvereinen AVS und CAI erarbeitete Ausschreibungsentwurf vom Landeshauptmann und dem Landesrat für Vermögen, Florian Mussner, den derzeitigen Pächtern vorgestellt worden.

Der Landeshauptmann ortete bei dieser Anhörung unter allen Beteiligten große Zufriedenheit und Zuversicht.

Vergabe für drei Jahre - Kann um drei Jahre verlängert werden

Demnach wird das Land als Eigentümer die Nutzungskonzession für 21 Schutzhütten über eine öffentliche Ausschreibung vorerst für drei Jahre vergeben, wobei dieser Zeitraum um weitere drei Jahre verlängert werden kann. Diese Zeitspanne ermögliche Planung und Investitionen, so Landeshauptmann Kompatscher nach der Regierungssitzung. 

Damit die Betreiber mit neuen Konzessionsverträgen fristgerecht in die nächste Saison starten können, hat die Landesregierung nicht nur die Durchführung der Ausschreibung beschlossen, sondern auch Teilnahmebedingungen und Qualitätskriterien definiert. 

Auswahlkriterien sollen Qualität erhalten

Die Ausschreibung soll im kommenden Monat November durchgeführt werden, die Bewertung im Dezember erfolgen und die Verträge dann ab Jänner 2016 laufen. Sie wird in 21 Lose unterteilt, eines für jede einzelne Schutzhütte. So können abgesehen von den Standardkriterien die Besonderheiten jeder einzelnen Hütte besonders berücksichtigt werden. 

"Die qualitativen Kriterien messen der Erfahrung in der Führung von Schutzhütten, der Ortskenntnis, dem alpinen Wissen, den handwerklichen Fertigkeiten und den Kenntnissen in Erster Hilfe und Zivilschutz einen besonderen Stellenwert bei", erklärt Mussner.

Die jährliche Mindesteinnahme für die Verpachtung aller 21 Schutzhütten ist von der Landesregierung auf 218.000 Euro festgelegt worden. Der Pachtzins ist von Schutzhütte zu Schutzhütte unterschiedlich. Er hängt von der Lage, den Besucherzahlen, der Größe der Schutzhütte, der Bettenanzahl und der Erreichbarkeit ab.
Bei den 21 Schutzhütten, für die nun die Nutzungskonzessionen vergeben werden sollen, handelt es sich um folgende Hütten: Becherhütte (Ridnaun), Berglhütte (Stilfs), Birnlückenhütten (Prettau), Chemnitzer Hütte (Lappach), Düsseldorfer Hütte (Stilfs), Flaggerschartenhütte (Vahrn), Grasleitenhütte (Tiers), Kölner Hütte (Welschnofen), Langkofelhütte (St. Christina), Lenkjöchlhütte (Prettau), Lodnerhütte (Partschins), Müllerhütte (Ridnaun), Payerhütte (Stilfs), Regensburger Hütte (St. Christina), Schaubachhütte (Stilfs), Schlüterhütte (Villnöß), Schwarzensteinhütte (St. Johann), Teplitzer Hütte (Ridnaun), Weißkugelhütte (Langtaufers), Zufallhütte (Martell), Zwickauer Hütte (Platt, Passeier). Nicht ausgeschrieben werden vorerst die Konzessionen für die Edelrauthütte, Stettiner Hütte, Zsigmondyhütte, Grohmann Hütte und Kasseler Hütte.

stol

stol