Die aktuelle Lage bezeichnete der Minister als „beispiellos in den vergangenen Jahrzehnten“. Mehrere Krisen überlagerten und verstärkten sich gegenseitig, was Lösungen zunehmend erschwere.<BR /><BR />Die Menschheit habe gezeigt, dass es „keine Grenze für Wahnsinn“ gebe, so Crosetto, ein Parteifreund von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Mit Blick auf die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sagte er, daraus habe die Menschheit nichts gelernt. Atomwaffen existierten weiterhin, und Staaten ohne solche Waffen versuchten, sie zu erlangen.<h3>Verteidigungsminister befürchtet Einschränkungen in Energieversorgung</h3>Mit Blick auf die Energieversorgung räumte Crosetto ein, dass innerhalb eines Monats erhebliche Einschränkungen drohen könnten, auch wenn nicht das gesamte System zum Stillstand kommen sollte. Auf die Frage nach Einflussmöglichkeiten auf US-Präsident Donald Trump erklärte Crosetto, dieser sei als Staatschef eines souveränen Landes von außen nicht zu beeinflussen. Zugleich äußerte er Kritik an dessen Umfeld: Es fehle an Beratern, die den Präsidenten widersprächen.<BR /><BR />Einen Austritt der USA aus der NATO hält Crosetto für unwahrscheinlich, da dafür die Zustimmung des Kongresses erforderlich wäre. Ein möglicher Abzug amerikanischer Truppen aus Europa würde den Kontinent schwächen, warnte der Minister aus den Reihen der Fratelli d'Italia, Melonis Regierungspartei. Die Ministerpräsidentin gilt als Vertraute von US-Präsidenten Trump. Sie bemüht sich, den Dialog zwischen EU und USA offen zu halten.