Mittwoch, 24. Februar 2021

Wegen Virus-Varianten: Speranza gegen Lockerung der Auflagen

Gesundheitsminister Roberto Speranza hat sich bei einer Ansprache vor dem Parlament am Mittwoch klar gegen eine Lockerung der Anti-Covid-Auflagen ausgesprochen.

Gesundheitsminister Roberto Speranza hat sich deutlich gegen eine Lockerung der Auflagen ausgesprochen.
Gesundheitsminister Roberto Speranza hat sich deutlich gegen eine Lockerung der Auflagen ausgesprochen. - Foto: © ANSA / ANGELO CARCONI
Die Bedingungen für eine Lockerung Maßnahmen seien nicht vorhanden.

Eine weitere Steigerung der Infektionszahlen würde zu einer zusätzlichen Belastung des italienischen Gesundheitssystems beitragen, was sich Italien in dieser Phase nicht erlauben könne.

Die meisten EU-Länder hätten strengste Vorkehrungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ergriffen. Auch Italien wolle auf diesem Kurs beharren. Eine globale Herausforderung wie die Pandemie könne Italien nicht ohne ein koordiniertes Vorgehen mit den EU-Partnern gewinnen, warnte der Gesundheitsminister.

Speranza betonte, Italien halte an dem seit Oktober geltenden Ampelsystem fest, was dem Land einen gesamtstaatlichen Lockdown wie im März und April 2020 erspart habe.

Italien sehe zwar Licht am Ende des Tunnels, doch der Kampf gegen die Pandemie sei noch nicht gewonnen.

Der Reproduktionswert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt, kletterte für den Zeitraum von Ende Jänner bis 9. Februar auf 0,99. Speranza erklärte sich wegen der zunehmenden Verbreitung des Virus-Varianten besorgt. Zu rechnen sei, dass die englische Virus-Variante in Italien wie in anderen EU-Ländern bald überwiegen werde.

Einige italienische Regionen hatten die Kriterien kritisiert, nach denen das Gesundheitsministerium die Zonen festlegt. Sie fordern, dass die Regierung das System effizienter macht.

In Italien mit seinen etwa 60 Millionen Einwohnern liegen die Corona-Fallzahlen seit Wochen etwa auf demselben Niveau. Insgesamt verzeichnen die Behörden bisher mehr als 96.000 Tote und mehr als 2,8 Millionen Infektionen.

apa