Denn: Gelingt das Projekt Vollautonomie nicht, dann hinkt Südtirol in Kürze mehreren EU-Staaten deutlich nach.„Wir sind zwar italienweit in vielen Bereichen die Nummer eins. Im Vergleich mit Österreich oder Deutschland, liegt Südtirol aber bereits in der Entwicklung zurück. Ohne Vollautonomie sind wir nicht mehr konkurrenzfähig“, gab Thomas Widmann, SVP-Parteiobmannstellvertreter zu bedenken.Keine Vollautonomie heiße: weiter bluten, weitere Einschränkungen hinnehmen - denn dann gebe es auch keine Finanzautonomie, so Widmann.Vollautonomie ist „Südtirol-Frage“ Mit der Finanzautonomie könne Südtirol wichtige ökonomische Akzente setzen, den Eigenheiten Südtirols Rechnung tragen, das Wirtschaftswachstum ankurbeln - und vor allem, die Folgen jeder weiteren Monti-Reform für Südtirol abschwächen.Derzeit regiere jedoch die Unsicherheit und die sei ein schlechter Ratgeber, gab Widmann zu bedenken.Den Kritikern der Vollautonomie gibt er eines mit auf dem Weg: „Sie ist ein realistisches Projekt und das einzig richtige für Südtirol. Vor allem ist die Vollautonomie aber keine ethnische Frage, sondern eine Südtirol-Frage. Sie geht uns alle an. Denn hier geht es um das Überleben der deutsch-, italienisch- und ladinischsprachigen Sprachgruppe“.joi