„Ich bin total überrascht und auch verletzt“, so Kompatscher im Interview in der Mittwoch-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“. „Ich habe in jedem Interview nur lobende Worte über Theiners Tätigkeit als Obmann und Landesrat verwendet.“Auch jetzt habe er in Sachen Energiepolitik nur inhaltlich kritisiert, dass Theiners Vorstoß das Problem das Problem nicht löse, meint der Chef des Gemeindeverbandes.„Nur in den letzten Zeilen habe ich mir eine flapsige Bemerkung erlaubt, weil Theiners Vorstoß genau jetzt vor der Basiswahl kam“, so Kompatscher zu seinem folgenschweren Facebook-Eintrag, der –Angaben Theiners zufolge – den Rückzug des Parteiobmanns bei der Basiswahl bewirkt hatte (STOL hat berichtet).Er habe Theiner um eine Aussprache gebeten, so Kompatscher im Interview. „Wenn ein flapsiger Zusatz der Grund ist, alles hinzuschmeißen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.“Pichler Rolle: „Theiners Rückkehr würde ich sehr begrüßen“Als „völlig überraschend“ bezeichnete Theiners Basiswahl-Rücktritt der Dritte im Bunde: Elmar Pichler Rolle. Auch er will am 21. April zu den SVP-Vorwahlen antreten, ist nun – nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist am Sonntag und dem politischen Paukenschlag am Dienstag – neben Kompatscher der einzige Bewerber für den Posten des SVP-Spitzenkandidaten.„Ich ersuche den Obmann, seine Entscheidung zu überdenken – Ich würde es sehr begrüßen, wenn Theiner wieder einsteigen würde, gerade, um eine Auswahl und einen fairen Wettbewerb zu haben“, so Pichler Rolle gegenüber den „Dolomiten“. Theiners Zorn und Unmut seien jedoch verständlich.Durnwalder: „Nun muss man pragmatisch vorgehen“Der, um dessen Nachfolge die vermeintliche „Schlammschlacht“ – so Theiner wörtlich – zu entbrennen drohte, gibt sich indessen sachlich: Landeshauptmann Luis Durnwalder bedauert Theiners Rückzug – nun müsse man allerdings pragmatisch vorgehen.„Ich bin immer zu Theiner gestanden, der ein fleißiger Obmann ist und habe Kopfstände vollbracht, um Bauern und Pusterer in ihren Empfehlungen für Kompatscher einzubremsen“, so Durnwalder gegenüber den „Dolomiten“.Doch: „Wenn Theiner aus heiterem Himmel plötzlich mit dem SEL-Ausschluss daherkommt, muss er auch vertragen, dass Kompatscher etwas dazu sagt“, so der Landeshauptmann.Nach dem folgenschweren Dienstag müsse man nun pragmatisch vorgehen, so Durnwalder: „Da Theiner Obmann bleibt und für den Landtag kandidiert, soll man ihm den zweiten Platz auf der SVP-Liste geben.“bv/ler/stol___________________________________________________________________________________________Weitere Stellungnahmen zum Theiner-Rückzug lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.