Samstag, 05. Juni 2021

Voranhörung im Fall um Sohn von Beppe Grillo

Im Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung durch den Sohn des Gründers der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) hat die Staatsanwaltschaft auf Sardinien Anklage beantragt. Das berichteten mehrere italienische Medien am Samstag.

Beppe Grillo (im Bild) verteidigte seinen Sohn. (Archivbild)
Beppe Grillo (im Bild) verteidigte seinen Sohn. (Archivbild) - Foto: © ANSA / MAURIZIO BRAMBATTI
Dem Sohn von Beppe Grillo und 3 Freunden wird vorgeworfen, im Juli 2019 eine junge Frau vergewaltigt zu haben. Es soll auch Bilder davon geben, wie es in den Berichten hieß. Der Fall und eine hitzige Videobotschaft von Vater Grillo hatten in Italien für eine Debatte gesorgt.

Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete am späten Freitagabend, die Voranhörung sei für den 25. Juni angesetzt. Damit will das Gericht etwa mit Blick auf die vorliegenden Beweise feststellen, ob es zu einem Prozess kommen kann. Die Angeklagten hatten sich laut Medien gegen die Vorwürfe gewehrt.

Im April hatte Berufskomiker und M5S-Gründer Beppe Grillo seinen Sohn in einer Videobotschaft verteidigt. Er hatte damals gesagt, es sei eigenartig gewesen, dass die Frau damals die Anzeige erst nach 8 Tagen erstattet habe. Wenn sein Sohn ein Vergewaltiger wäre, hätte man ihn sofort festnehmen und verhören müssen:

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Das Video sorgte für Empörung in Italien. „Opfer zu verunglimpfen und sie lächerlich zu machen ist eine alte Herangehensweise“, hatte die Anwältin Giulia Bongiorno, die die Frau vertritt, damals gesagt. Politiker anderer Parteien hatten Grillo unter anderem vorgeworfen, die Glaubwürdigkeit des Opfers damit in Frage stellen zu wollen.

Auch Eros Ramazzottis und Michelle Hunzikers Tochter Aurora demontierte Grillo. „Ein erwachsener Mann glaubt zu wissen, was für eine junge Frau eine Vergewaltigung ist“, beginnt sie ihre Videobotschaft:

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dpa/stol