Sonntag, 13. Oktober 2019

FPÖ auch in Vorarlberg abgestürzt

Die Landtagswahl in Vorarlberg vom Sonntag hat laut der ersten Hochrechnung von SORA/ORF einen FPÖ-Absturz und den Grünen Platz 2 gebracht.

Landeshauptmann Markus Wallner und seine Frau nach der Stimmabgabe in Vorarlberg.
Landeshauptmann Markus Wallner und seine Frau nach der Stimmabgabe in Vorarlberg. - Foto: © GEORG HOCHMUTH

In dem schwarz-grün regierten Land legten ÖVP und Grüne, aber auch SPÖ und NEOS leicht zu. Mit 43,8 Prozent hält die ÖVP zwar klar Platz 1, verpasst aber deutlich die Absolute. Für die FPÖ setzt es ein Minus von 7,4 Prozentpunkten auf nun 16,1 Prozent.
2014 lag die FPÖ noch bei 23,4 Prozent der Stimmen und auf Platz zwei. Diesen übernehmen laut der Hochrechnung von 14.00 Uhr (Auszählungsgrad: 3,3 Prozent, Schwankungsbreite: 2,5 Prozent) nun die Grünen, die von 17,1 Prozent auf 18,9 Prozent zulegen (+1,7 Prozentpunkte).
Die Volkspartei legt laut der Hochrechnung 2,0 Prozentpunkte zu, konnte die 2014 verlorene absolute Stimmenmehrheit (Ergebnis 2014: 41,8 Prozent) aber klar nicht zurückholen. Die SPÖ, die 2014 mit 8,77 Prozent unter die Zehn-Prozent-Marke gerutscht war, legt laut der Hochrechnung leicht zu: Ein Plus von 0,4 Prozentpunkten bedeutet ein Ergebnis von 9,1 Prozent. Die NEOS schaffen bei ihrem zweiten Antreten souverän den Wiedereinzug und landen bei 8,6 Prozent. Gegenüber 2014 (6,9 Prozent) bedeutet dies ein Plus von 1,7 Prozentpunkten.
Gegenüber 2014 legt die Volkspartei laut der Hochrechnung um ein Mandat zu und hält künftig 17 Sitze. Die Grünen, der bisherige Regierungspartner, entsenden ebenfalls um einen Abgeordneten mehr ins Landesparlament und halten bei 7 Mandaten. Die FPÖ büßt drei Sitze ein und hat nur mehr 6 Abgeordnete im Landtag. Die SPÖ bleibt bei ihren drei Mandaten, während NEOS um einen Abgeordneten wachsen und künftig ebenfalls mit drei Sitzen vertreten sind. Damit behält die SPÖ die Klubstärke und NEOS bekommen sie.

Wahlbeteiligung von 60,9 Prozent

Die ÖVP hat demnach mit jeder der im Vorarlberger Landtag vertretenen Parteien eine Mandats-Mehrheit. Auf die stabilste Mehrheit kommt die ÖVP gemeinsam mit den Grünen mit insgesamt 24 Sitzen. Mit der FPÖ käme die ÖVP auf 23 Mandate. Vorarlbergs ÖVP-Chef Markus Wallner schloss die Freiheitlichen nach der Ibiza-Affäre allerdings bereits als Koalitionspartner aus.
Einen leichten Überhang von jeweils 2 Mandaten hätte die Zusammenarbeit zwischen ÖVP und SPÖ oder auch ÖVP und NEOS. Damit hat die ÖVP gegenüber 2014 um eine Möglichkeit mehr, denn damals gab es keine schwarz-pinke Mehrheit.
Die Wahlbeteiligung lag laut SORA/ORF bei 60,9 Prozent. 2014 waren 64,3 Prozent der Wahlberechtigten zu den Urnen geschritten. ARGE Wahlen kommt in einer ersten Hochschätzung auf ähnliche Werte, die FPÖ würde demnach etwas weniger verlieren als bei SORA.

apa