Dienstag, 07. April 2020

Vorbeugung und Information zu häuslicher Gewalt intensiviert

Im Telefongespräch mit der österreichischen Bundesministerin Susanne Raab hat Landesrätin Waltraud Deeg über gemeinsame Strategien zum Schutz vor häuslicher Gewalt beraten. Frauenhausdienste und weitere Beratungsdienste wurden verstärkt.

„Frauen müssen wissen, sie sind nicht allein und es gibt Hilfe!“, betont Landesrätin Deeg.
Badge Local
„Frauen müssen wissen, sie sind nicht allein und es gibt Hilfe!“, betont Landesrätin Deeg. - Foto: © Pexels
Aufgrund der momentanen Lage kann die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu einer enormen Belastung werden. Um Opfern von häuslicher Gewalt bestmöglich zur Seite zu stehen, haben die bestehenden Dienste ihre Angebote ausgebaut und intensiviert.

Darüber, und welche Maßnahmen Österreich in diesem Bereich trifft, hat sich Soziallandesrätin Waltraud Deeg in einer Telefonkonferenz mit der österreichischen Bundesministerin Susanne Raab ausgetauscht.

„Es ist unsere Aufgabe als Gesellschaft, Frauen und Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, bestmöglich zu schützen. Auch in dieser momentanen Krisenzeit sind Opfer von Gewalt nicht alleine“, betonte Deeg im Gespräch mit Ministerin Raab.

Auch Österreich habe das Beratungsangebot gesteigert, berichtete Ministerin Raab ihrerseits. So habe man Informationen zu den bestehenden Hilfsangeboten leichter zugänglich gemacht, unter anderem indem sie an der Supermarktkasse aufliegen.

Vorbeugung und Information

Die Handlungsdevise sowohl in Südtirol, als auch in Österreich laute momentan Vorbeugen und Informieren, stellten die beiden Politikerinnen fest. Vorgebeugt werden kann unter anderem durch die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen wie jene der unterschiedlichen Familienberatungsstellen, der Telefonseelsorge und weiterer Dienste.

Informiert wird darüber, welche Angebote Gewaltopfer in Anspruch nehmen können. Zudem wurden bestehende Dienste ausgebaut und unter anderem durch die Kampagne des Beirates für Chancengleichheit verstärkt kommuniziert. So haben die 5 in Südtirol tätigen Frauenhausdienste in Bozen, Meran, Brixen und Bruneck ihre Unterkunftskapazitäten ausgebaut und können damit mehr Plätze als bisher anbieten.

Bisher habe es nur einen leichten Anstieg bei den Anfragen auf eine Unterkunft im Frauenhaus gegeben – bemerkbar sei jedoch ein signifikanter Anstieg bei den telefonischen Beratungsleistungen. „Frauen müssen wissen, sie sind nicht allein und es gibt Hilfe!“, betont Landesrätin Deeg.

lpa