Die Vorgeschichte ist bekannt: Da sich Landesrat Galateo auf den Schlips getreten fühlte, weil er seinen Beschluss zur Förderung von Alarmanlagen zurückziehen musste und Aussichten auf zusätzliche 300 Lehrer schwinden sah, rief er eine „Regierungskrise“ aus. Im Landtag stimmten er und Anna Scarafoni für einen Antrag von Thomas Widmann (Für Südtirol mit Widmann), was Kompatscher auf die Palme brachte.<h3> Walcher und Galateo mit gemeinsamen Beschluss</h3>Gestern nun zelebrierte man den Schulterschluss. Durchgewunken wurde ein Beschluss von Galateo und Walcher zur Förderung von Handel und Gastgewerbe mit 500 bis 4000 Euro beim Kauf von Videoüberwachungs- und Alarmanlagen. Im Handel kommen Betriebe mit Umsatz bis 500.000 Euro zum Zug, im Gastgewerbe steigt die Grenze auf 1 Mio. Euro. „Ich war nie gegen den Beschluss“, so Walcher klar. Zumal die Förderung 2025 für sein Ressort 200.000 Euro Kosten nach sich ziehe, habe er nur die finanzielle Deckung klären müssen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67364726_quote" /><BR /><BR />Was die Lehrer betrifft, so habe die Arbeitsgruppe der 3 Bildungsdirektionen laut Kompatscher einen Bedarf von 400 Lehrern für die italienische Schule und gut 300 für die deutsche Schule festgestellt. „Wir haben dies nicht genehmigt, sondern nur zur Kenntnis genommen“, sagt Kompatscher. In einem Punkt seien sich aber alle einig nämlich dass „auf jeden Fall ein Bedarf“ besteht.<h3>Neuer Artikel im Haushaltsgesetz in Planung</h3>Bei diesem Bedarf fange man an. „Wir starten 2025 mit der Aufnahme von einem Viertel oder einem Drittel“, so Kompatscher. Dazu werde ein eigener Artikel ins Haushaltsgesetz eingefügt. Genaue Zahlen liefere man „in den nächsten Tagen“. 2026 werde erneut Personal aufgenommen; 2027 wieder. Zumal man das Personal eh nicht so schnell finde, sei es müßig darüber zu streiten, ob es in 3 Jahren „399 oder wie viele Lehrkräfte auch immer“ seien.<BR /><BR />In den kommenden Tagen wird sich weisen, ob der Waffenstillstand hält. Da an den Landtag genaue Zahlen über die Aufnahmen zu liefern sind, muss man sich in der Regierung auf jeden Fall auf den Bedarf einigen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67364790_quote" /><BR /><BR />Bleibt die Frage, warum der Bedarf an der italienischen Schule höher ist, als an der deutschen. „Die italienische Schule hat 180 Lehrer nicht über das Plansoll des Personals, sondern aus dem eigenen Schulressort finanziert“, so Kompatscher. Jahr für Jahr musste sie dafür erneut die Mittel finden, weshalb die Notwendigkeit bestehe, diese Lehrkräfte zu stabilieren. Zudem gibt es Kindern mit Beeinträchtigung, die Stunden an Unterstützung nicht ausreichend erhalten. „Das Problem ist an der italienischen Schule offenbar größer.“ Der Unterschied habe auch mit Stadt/Land zu tun. Im Regelfall besteht im peripheren Raum weniger Komplexität.