Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die geplanten Maßnahmen zur „Mobilität Überetsch zu informieren. Techniker des Mobilitätsressorts waren vor Ort, um offene Fragen zu klären, wertvolle Anregungen aufzunehmen und die Anliegen der Bevölkerung in die weiteren Planungen einfließen zu lassen.<BR /><BR />Die Verbesserung der Verkehrssicherheit bei der MeBo-Einfahrt Eppan, die Verlängerung der Vorzugsspur für die Überetscher Buslinien und damit eine Stärkung der öffentlichen Mobilität zwischen Überetsch und Bozen sowie die Umgestaltung des Verkehrsknotens Pillhof waren die zentralen Themen dieser Treffen.<BR /><BR />„Wir kennen die Schwierigkeiten, denen die Überetscher Pendler und Schüler auf der Straße in die Landeshauptstadt begegnen und die auch für die örtlichen Unternehmen erheblich sind“, sagt Landesrat Alfreider, der in enger Abstimmung mit den Gemeinden Eppan und Kaltern in den kommenden Jahren konkrete und umsetzbare Maßnahmen für die Menschen im Überetsch realisieren möchte. Dabei sei es wichtig, die Priorität auf jene Infrastruktureingriffe zu legen, die einen spürbaren Mehrwert für die Verkehrssicherheit und für die öffentliche Mobilität schaffen, die relativ kurzfristig umsetzbar und auch finanzierbar seien. <BR /><BR />„Es sollte uns also gelingen, hier zügig einen Konsens mit den Grundstückseigentümern zu finden und die politische Zustimmung der Überetscher Gemeinden zu erhalten“, so Alfreider, denn nur unter diesen Voraussetzungen kann die Gemeinde Eppan die Eintragung der Trasse für die Vorzugsspur in den Bauleitplan veranlassen. <BR /><BR />„Im Anschluss an die Eintragung werden wir als Infrastrukturressort die weiteren Verfahren in die Wege leiten, damit innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes die Vorzugsspur ausgebaut werden kann“, sagt Ressortdirektor Martin Vallazza. Aktuell sind 42 Prozent der Strecke zwischen Eppan und Bozen-Zentrum mit einer Vorzugsspur ausgestattet. „Das Ergebnis der Trassenstudie zeigt, dass wir die Spur um 3,4 Kilometer verlängern könnten und zwar auf jenem Straßenabschnitt, wo die Überetscher heute im Stau stehen. Dann wären 75 Prozent der Straße zwischen Eppan und Bozen-Zentrum mit einer Vorzugsspur für die öffentlichen Verkehrsdienste abgedeckt“, so Vallazza.<BR /><BR />Sofern es langfristig gelingt, auch das Projekt „Überetscher Bahn“ weiterzubringen, verbaue man sich mit dem Projekt „Vorzugsspur“ im Moment noch nichts, sondern erreiche im Gegenteil bereits erste Vorarbeiten wie der Sicherung der notwendigen Flächen, heißt es dazu aus dem Mobilitätsressort.<BR /><BR />„Als Mobilitätsressort des Landes Südtirol haben wir ein klares und ehrgeiziges Ziel: Wir möchten der aktiven und der öffentlichen Mobilität den Vorzug geben, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren,“ so Landesrat Alfreider: „Dies käme allen zugute – den Arbeitnehmern, der Wirtschaft genauso wie der Umwelt, denn gemeinsam mit den Gemeinden trägt das Land die Verantwortung für die Umsetzung der ehrgeizigen Ziele des Landesplans für nachhaltige Mobilität. Genauso wichtig ist auch die Sicherheit unserer Infrastruktur und aller Verkehrsteilnehmer. Mit der bevorstehenden Ausschreibung der Arbeiten für die Umgestaltung der MeBo-Einfahrt in Eppan sind wir auf der Zielgeraden, um diesen gefährlichen Straßenknoten sicherer zu machen.“ <BR /><BR />Zuletzt wurden die Baulose für das Metrobus-Konzept, die Vorzugsspur für die Direktbusse zwischen Bozen und der MeBo-Einfahrt Eppan realisiert, der 15-Minuten-Takt für den Überetsch-Express und die Direktlinie 137 in die Industriezone Bozen eingeführt. Über 1,5 Millionen Fahrgäste waren – wie berichtet – im Jahr 2024 auf den Überetscher Linien unterwegs. „Nur wenige Linien in ganz Südtirol verzeichnen ein derart hohes Fahrgastaufkommen“, so Alfreider. Laut Landesrat sei zudem mit den Bikeboxen an den Bushaltestellen ein erster wichtiger Schritt in Richtung Intermodalität gemacht worden und mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Land, Gemeinde Kaltern und Kellerei Kaltern wurde der Bau des Parkhauses am Bahnhof Kaltern vertraglich festgelegt. In der Zwischenzeit wurde auch eine Studie zur abschnittsweisen Fortführung der Bus-Vorzugsspur in Richtung Eppan in Auftrag gegeben und die Studien-Varianten für den Knoten Pillhof wurden evaluiert, so Alfreider.