„In Italien sind die bürokratischen Auflagen mittlerweile um 76 Prozent höher als im EU-Durchschnitt. Vor allem die EU-Vorschriften werden meist mit Verspätung, dafür aber umso restriktiver umgesetzt", stellte SWR-Präsident Philipp Moser einleitende bei der SVP-Leitungssitzung fest.Dadurch würden unternehmerische Initiativen erstickt, Auslandsinvestitionen blieben aus, Produktivitäts- und Wachstumsverluste und eine hohe Arbeitslosigkeit seien die Folge.Erleichterungen für kleinere und mittlere Betriebe Die vom SWR ausgearbeiteten Vorschläge zum Bürokratieabbau betreffen die Bereiche Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, Umwelt, Lebensmittelhygiene und Arbeitsrecht, wie die SWR-Geschäftsführerin Alexandra Silvestri erklärte. So sollte etwa die Ernennung eines Sicherheitssprechers für Betriebe, die nicht mehr als neun Mitarbeiter haben, vereinfacht werden.Die Vorschläge brächten Erleichterungen vor allem für kleinere und mittlere Betriebe aller Wirtschaftssektoren, wobei die Sicherheit der Personen in jedem Fall gewährleistet bliebe.Abbau von sinnlosen bürokratischen Hürden"Damit der Wirtschaftsstandort Südtirol im internationalen Wettbewerb bestehen kann, braucht es geeignete Rahmenbedingungen. Der Abbau von sinnlosen bürokratischen Hürden und rechtliche Vereinfachungen auf römischer Ebene sind dringend erforderlich, um eine positive Entwicklung des Arbeitsmarkts zu ermöglichen. Die vorliegenden Vorschläge enthalten wichtige Entlastungen für die unternehmerische Tätigkeit“, so der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll.Parteiobmann Philipp Achammer und Landeshauptmann Arno Kompatscher nahmen den Maßnahmenkatalog entgegen.„Wir werden die Vorschläge eingehend prüfen und innerhalb der Partei diskutieren. Unsere Parlamentarier werden sich sodann auf allen Ebenen für einen Bürokratieabbau einsetzen.“Einig waren sich alle Anwesenden, dass bei der Überprüfung der Angemessenheit der geltenden Regelungen stets der Vergleich zu Deutschland, Österreich und anderen EU-Staaten zu suchen sei.stol