Damit will sich Italien den Forderungen der EU-Kommission anpassen, die Rom angesichts der Energiekrise zu Maßnahmen zur Entlastung der Stromrechnung aufgerufen hatte. Als Möglichkeit wird die Zahlung des „canone“ in Raten mit der Gebühren für Mobilfunktelefonen erwägt. Damit könnte die Zahlung der Rai-Gebühr vom Besitz eines Fernsehapparates getrennt werden, argumentierte Giorgetti. Schließlich werde heute Fernsehen auch auf Smartphones, oder PCs angeschaut. „21 Millionen Italiener zahlen eine Stromrechnung, doch es gibt 107 Millionen aktive SIM-Karten für Smartphones“, erklärte Giorgetti.<BR /><BR />1,85 Milliarden Euro fließen jährlich in die Staatskassen für die Rai. Davon landen 110 Millionen Euro in einen Fonds für den Pluralismus und die Innovation der Kommunikation, berichtete Giorgetti. In die Rai-Kassen strömen auch die Werbeeinnahmen, die 2022 aber von 640 Millionen Euro auf 622 Millionen Euro gesunken sind. Rund 550 Millionen Euro beträgt die Verschuldung der Rai. Diese müsse unbedingt abgebaut werden, erklärte Giorgetti. <BR /><BR />Er wies auf einen Plan bis 2025 hin, der unter anderem den Verkauf einiger Immobilien zum Schuldenabbau vorsieht. Die Rai-Ausgaben müssten rationalisiert werden. Der Beschluss, viele TV-Produktionen auszulagern, sei nicht immer zugunsten des Fernsehunternehmens erfolgt, beklagte der Wirtschaftsminister. Die Opposition mahnte die Regierung, dass der Rai die notwendigen Ressourcen garantiert werden müssten. Jeglicher Beschluss bezüglich der Fernsehgebühr müsse dies unbedingt berücksichtigen. Ohne eine finanzielle Stabilität könne die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt nicht die Herausforderungen der Zukunft meistern, verlautete aus dem PD.