Donnerstag, 10. September 2020

Wahlen 2020: 329 Anwärter aufs höchste Amt

329 Kandidaten stellen sich am 20. und 21. September in ihrer Gemeinde der Wahl zum Bürgermeister. Nur 5 weniger als noch vor 5 Jahren. Dennoch scheint das Interesse am höchsten Amt der Gemeindepolitik weiter zu sinken.

Die Bürgermeisterkette (im Bild jene von U.lb.Frau/St. Felix) ist nach wie vor in den meisten Gemeinden umkämpft.
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Die Bürgermeisterkette (im Bild jene von U.lb.Frau/St. Felix) ist nach wie vor in den meisten Gemeinden umkämpft. - Foto: © fm
Nehmen wir die Gemeinde Branzoll. Hier bewarben sich 2015 noch 5 Kandidaten ums Bürgermeisteramt. Diesmal sind es nur mehr deren 2. Dabei haben die Branzoller wenigstens noch die Wahl zwischen 2 Kandidaten.

In 40 der 113 Gemeinden, in denen am übernächsten Wochenende der Gemeinderat gewählt wird, steht überhaupt nur ein Bürgermeisterkandidat zur Verfügung. Umso wichtiger ist es laut Gemeindenpräsident Andreas Schatzer, zur Wahl zu gehen, auch wenn es nur einen Kandidaten gebe. Denn es mache einen Unterschied, ob ein Bürgermeister mit 100 oder mit 1000 Stimmen gewählt werde.

21 Bürgermeisterkandidaten in Lana

Wie in Branzoll haben die Wähler in den meisten Gemeinden aber die Wahl zwischen 2 Namen, in 32 Kommunen sogar zwischen 3 und mehr. Spitzenreiter bei den Bürgermeisterkandidaten sind Enneberg und Lana mit je 21, Algund mit 19 Anwärtern.

Doch auch wenn das Bürgermeisteramt anscheinend immer weniger erstrebenswert ist, bleibt ein positiver Aspekt. Bereits vor den Wahlen ist klar, dass mindestens 4 Frauen in ihrer Gemeinde im Bürgermeistersessel sitzen werden. Sie starten konkurrenzlos ins Rennen, während viele ihrer Kolleginnen gegen einen Mitbewerber antreten werden. Bleibt abzuwarten, wem die Wähler ihre Stimme geben.

em