Freitag, 19. Januar 2018

Wahlen: Boschi oder Delrio kandidieren in Bozen-Unterland

Der Partito Democratico wird bei den Parlamentswahlen am 4. März in Südtirol mit prominenten Kandidaten antreten. Allerdings mit keinen lokalen, sondern nationalen Größen: Gianclaudio Bressa kandidiert für den Senat, Maria Elena Boschi oder Graziano Delrio für die Kammer.

Delrio oder Boschi? Einer der beiden soll im Kammerwahlkreis Bozen-Unterland kandidieren.
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Delrio oder Boschi? Einer der beiden soll im Kammerwahlkreis Bozen-Unterland kandidieren. - Foto: © LaPresse

Alessandro Huber stand in den vergangenen Tagen unter Dauerstrom. Ein Zustand, der sich in den nächsten Wochen kaum ändern dürfte: Der Wahlkampf für die Parlamentswahlen beginnt. Ohne Kandidaten lässt sich aber schwer Wahlkampf machen, weswegen der lokale PD-Chef in ständigem Kontakt mit Rom steht. Dort – in der nationalen Parteizentrale und nicht in Bozen – wird nämlich über die Namen der Kandidaten entschieden. Einer wurde mittlerweile bestätigt: Gianclaudio Bressa.

Bressa ist gesetzt

Der Unterstaatssekretär für regionale Angelegenheiten, und nationale PD-Kapazunder, wird bei den Parlamentswahlen im Senatswahlkreis Bozen-Unterland als lokaler PD-Kandidat antreten. Auf die STOL-Nachfrage, was den Belluneser Bressa, der seinen Wohnsitz in Welschnofen hat, als lokalen Kandidaten auszeichne, meint PD-Südtirol-Sekretär Huber: „Was Bressa in den vergangenen Jahren für die Südtirol-Autonomie geleistet hat, macht ihn zu einem echten lokalen Kandidat“, deswegen habe man ihn als lokalen Kandidaten vorgeschlagen.

Mag auch die offizielle Bekanntgabe seiner Kandidatur noch ausstehen – Bressa ist fix gesetzt. Anders als der Kandidat für den Kammerwahlkreis Bozen-Unterland, in dem die SVP, wie auch im Senatswahlkreis, nicht antritt.

Boschi oder Delrio?

„Maria Elena Boschi und Graziano Delrio gelten als potentielle Kandidaten für den Kammerwahlkreis“, erklärt Huber. Boschi bekleidet zurzeit das Amt einer Staatssekretärin, Delrio ist Minister für Infrastruktur und Verkehr. Beider Nähe zu Südtirol ist, sieht man von Delrios früherer Funktion als Minister für Regionen und Autonomien einmal ab, wenig ausgeprägt. Die Nominierung von Boschi und Delrio obliegt aber auch nicht dem lokalen PD, sondern der nationalen PD-Führung.

„Wir konnten einen lokalen Kandidaten vorschlagen, nicht zwei“, fasst Huber die parteiinterne Kandidaten-Ausgangslage zusammen. Die Mitteilung, wer von den beiden nun in Südtirol antreten wird, soll im Laufe des Tages oder des Wochenendes fallen. Huber und die Medien werden über die Entscheidung dann informiert.

stol/aw

stol