Sonntag, 07. Februar 2021

Wahlen in Ecuador beginnen

In Ecuador hat am Sonntag die Präsidentenwahl begonnen. In dem südamerikanischen Land sind mehr als 13 Millionen Menschen aufgerufen, nicht nur den künftigen Staatschef sondern auch die Abgeordneten der Nationalversammlung zu wählen. Insgesamt bewerben sich 16 Kandidaten ums höchste Staatsamt. In den jüngsten Umfragen lagen der linke Ex-Minister Andrés Arauz sowie der konservative Bankier Guillermo Lasso vorne.

Moreno tritt als Präsident bald ab.
Moreno tritt als Präsident bald ab. - Foto: © APA (AFP/Archiv) / CRISTINA VEGA RHOR
Für einen Wahlsieg in der ersten Runde werden die absolute Mehrheit beziehungsweise 40 Prozent der Stimmen bei einem Vorsprung von 10 Prozentpunkten auf den Zweitplatzierten benötigt. Der amtierende Präsident Lenín Moreno darf nicht mehr antreten. Vieles deutet darauf hin, dass es zu einer Stichwahl kommt. Ecuador steckt wegen der Verfalls der Ölpreises und der Corona-Pandemie in einer tiefen Wirtschaftskrise. Vergangenes Jahr brach das Bruttoinlandsprodukt um 11 Prozent ein. Armut und Arbeitslosigkeit stiegen stark.

Der erst 36 Jahre alte Arauz gilt als Zögling des früheren, linken Präsidenten Rafael Correa. Er will im Fall eines Wahlsieges die Subventionen erhöhen und das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderte Sparprogramm beenden. Lasso (65) steht für einen liberalen Wirtschaftskurs.

apa