Der Grund: Es gebe noch viele offene Fragen, wie der Fraktionsvorsitzende der SVP, Elmar Pichler Rolle, feststellte und deshalb dafür plädierte, die offenen Fragen im Gespräch zu klären. Landtagspräsident Mauro Minniti schloss daraufhin die Sitzung.So betonte Eva Klotz (Südtiroler Freiheit), dass die Briefwahl endlich gutzuheißen sei. Außerdem sprach sie sich erneut für die Direktwahl des Landeshauptmannes aus und für den Vorschlag von Georg Pardeller, eine einzige Broschüre mit allen Listen und Kandidaten zur Eindämmung der Wahlkampfkosten zu verteilen.Veronika Stirner (SVP) hingegen ging auf die Wahlkostenbeschränkung ein und kritisierte, dass im Entwurf aus Zeitgründen das Thema nur als Platzhalter eingefügt worden sei. Sie plädierte für eine detaillierte Ausformulierung. Zur Bestimmung über Unvereinbarkeit und Nichtwählbarkeit verwies Roberto Bizzo (PD) auf ein Kassationsurteil, das die Gründe für die Nichtwählbarkeit streng einschränke, da diese eine Beschneidung des Wählerrechts seien. Die Nichtwählbarkeit sei nur bei Positionen gegeben, die eine Beeinflussung der Wähler ermögliche.Sigmar Stocker (Freiheitliche) sprach ebenfalls die Wahlkostenbeschränkung an: Er betonte, die Freiheitlichen würden einen Höchstbetrag von 20.000 Euro pro Kandidat vorschlagen. Stocker gab zu bedenken, dass in Südtirol ein Persönlichkeitswahlkampf geführt werde, was von den Wählern auch gewünscht werde, daher seien 20.000 Euro angemessen.Mauro Minniti (PdL) hingegen kritisierte den Wahlgesetz-Entwurf insgesamt: Man habe lange darauf gewartet, aber der Entwurf enthalte nichts Neues. Seine Partei sei immer für eine Einstiegshürde gewesen, idealerweise das Vollmandat. Natürlich hätte das zu einem Erdbeben in der Parteienlandschaft geführt und auch zu rechtlichen Zweifeln, aber das wäre besser als die heutige Situation mit vielen Kleinparteien ohne wirkliche Wählerunterstützung, so Minniti.Ähnlich argumentierte Maria Hochgruber Kuenzer: Das Wahlgesetz habe seine Zähne verloren, beklagte sie.stol