Das d'Hondtsche Wahlsystem sei ein Maßanzug für die SVP und antiitalienisch.„Wer mit weniger Stimmen, womit die SVP offensichtlich rechnet, mehr Mandate haben möchte, muss sich vorwerfen lassen, in erster Linie auf die eigene Machtabsicherung aus zu sein.“ Das bisherige Wahlsystem habe sich bestens bewährt und die Regierbarkeit des Landes war nie in Frage gestellt.„Für uns Freiheitliche ist die Direktwahl des Landeshauptmannes ein zentraler Punkt. Daneben muss das bisherige Verhältniswahlrecht mit einem einzigen Wahlkreis erhalten werden.“ Das sei auch im Sinne des Minderheiten- bzw. Volksgruppenschutzes, so Mair. „Wir sind überzeugt, dass die Mehrheit der Wählerschaft den Regierungschef direkt wählen will, was sich in den Gemeinden mit der Direktwahl der Bürgermeister bereits bewährt hat.“Ulli Mair erinnert an das freiheitliche Wahlgesetz, welches bereits vom Rat der Gemeinden ein positives Gutachten erhalten habe. Eckpunkte dabei seien die Direktwahl des Landeshauptmannes, die Briefwahl und die Beschränkung der Wahlkampfkosten.„Warum sollen Leute nicht die Partei ihres Vertrauens und als Landeshauptmann die Person ihres Vertrauens wählen dürfen? Mit der Einführung der Briefwahl kommt man sowohl den Südtirolern im Ausland entgegen als auch jenen Personen, die am Tag der Wahl aus irgendeinem Grund verhindert sind und von ihrem Wahlrecht nicht Gebrauch machen können. Mit einer Beschränkung der Wahlkampfkosten soll schließlich verhindert werden, dass Wahlkämpfe immer mehr zu regelrechten Wahlschlachten ausufern und dass sich Kandidaten in letzter Konsequenz ein Landtagsmandat 'erkaufen' können", so Mair. Zuständigkeit für PolitikergehälterBezüglich der Festlegung der Abgeordnetengehälter drängt Mair erneut auf die Übernahme der entsprechenden Zuständigkeit. „In die Thematik der Politikerbezüge ist letzthin zwar etwas Bewegung gekommen und es hat den Anschein, dass endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ob die Politikergehälter mit dem Wahlgesetz gemeinsam behandelt werden oder ob dafür zwei Gesetze gemacht werden, ist für uns Freiheitliche nebensächlich - entscheidend ist, dass beide Bereiche rasch neu geregelt werden, aber das Wahlgesetz darf keinesfalls ein Maßanzug für die SVP werden", hält Mair fest.