Donnerstag, 11. Mai 2017

Wahlrecht ab 16 Jahren: Ja oder nein?

Derzeit findet im Landtag die Debatte zum Wahlgesetz in Südtirol statt. Eine der Fragen, die dabei diskutiert werden, behandelt das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren.

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Foto: © shutterstock

Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit Myriam Atz Tammerle setzt sich betont für ein solches Wahlrecht ein. Es sei wichtig, Jugendliche verstärkt mit ihren Anliegen und Bedürfnissen in die Politik einzubinden.

In Österreich oder Deutschland habe man sich bereits vor einigen Jahren dazu entschieden. Der Jugend gebe man dadurch die Möglichkeit, sowohl die zukünftigen politischen Entwicklungen direkt mitzugestalten als auch Einblick in politische Prozesse zu erhalten, und man wirke damit einer Politikverdrossenheit entgegen, so Atz Tammerle.

Stocker von den Freiheitlichen dagegen

Genau in die andere Richtung lehnt sich Sigmar Stocker von den Freiheitlichen: „Ich bin der Meinung, dass die Herabsetzung des Wahlalters keine besonders weise Entscheidung wäre und auch keine Aufwertung für Wahlen und für die Jugendlichen selbst darstellt.“ 

"So wie die Jugendlichen mit 18 Jahren die gesetzliche Volljährigkeit erlangen oder den Führerschein machen dürfen, so sollten sie weiterhin auch erst ab diesem Alter bei Wahlen mitbestimmen können. Nicht, dass ich kein Vertrauen in Jugendliche setze, aber ich glaube, man sollte sie auch nicht zwanghaft zu Erwachsenen hochpeitschen. Bis dato ist und bleibt der 18. Geburtstag für den Jugendlichen das Tor zum Erwachsen werden.“

stol

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