Seit Freitag ist die Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs in der Berner Konvention rechtskräftig. Das Großraubtier ist darin nicht mehr „streng geschützt“, sondern „geschützt“. Die EU-Kommission hat keinen Tag gezögert und dem EU-Parlament die Vorlage zur Anpassung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie vorgelegt. Der Wolf soll auch darin nicht mehr als „streng geschützt“, sondern als „geschützte“ Art gelistet werden – wie Marder, Dachs oder Murmeltier. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68900951_quote" /><BR /><BR />„Wölfe können nicht wie Hirsche oder Rehe gejagt werden. Die Anpassung würde aber eine Bestandsregulierung ermöglichen“, stellt EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann klar. Er geht davon aus, dass es im EU-Parlament eine breite Mehrheit für die Herabstufung des Schutzstatus geben und noch vor dem Sommer darüber abgestimmt wird. <BR /><BR />„Die Verantwortung kann dann nicht mehr von Bozen und Rom nach Brüssel geschoben werden.“ Der Staat Italien hat dann laut dem EU-Parlamentarier mehr Flexibilität „und die wird hoffentlich auch genutzt“. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68900955_quote" /><BR /><BR />Dabei bewegt sich bereits so einiges in Rom: „Im Rahmen des Berggesetzes soll eine geregelte Entnahme von Wölfen ermöglicht werden. Der Senat hat das Gesetz bereits genehmigt, in den nächsten Wochen wird in der Abgeordnetenkammer darüber abgestimmt“, weiß Landesrat Walcher. <BR /><BR />Man habe bewusst auf mehreren Ebenen – EU und Staat – parallel interveniert, um daraus einen gemeinsamen Nutzen zu ziehen. „Ich bin mir sicher, dass wir ans Ziel kommen und dass es, sei es in Brüssel wie in Rom, positiv weitergeht.“