Die Ankündigung von Luis Walcher, in Südtirol die Hundesteuer wieder einzuführen, ist ein Lehrstück moderner Kommunikation. Das Thema ist scheinbar einfach – man ist entweder klar dafür oder dagegen. <BR /><BR />Die Antworten kommen wie aus der Pistole geschossen. Das gefällt vor allem den Medien. Der von dieser Vehemenz überraschte Landesrat soll sogar Interview-Anfragen von RAI und BBC erhalten (und abgelehnt) haben. <BR /><BR />An der „Frage des Tages“ auf STOL beteiligten sich 15.000 Leser. Beinahe unglaublich <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/hundesteuer-und-ortstaxe-so-denken-die-suedtiroler-darueber" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier geht es zur Abstimmung).</a><BR /><BR /><embed id="dtext86-71585559_quote" /><BR /><BR />Auch den Politikern gefällt es. Das Thema ist eher harmlos, also darf ausgeteilt werden. Fratelli d'Italia forderte im Gegenzug zur Hundesteuer eine Kuh-Steuer, um die Landwirte und somit die Klientel des Walcher Luis zu treffen. So weckt die Hundesteuer ungeahnte Emotionen.<BR /><BR />Daneben verblassen für einmal komplexe Kriege, Krisen und sogar Trumps täglicher Kracher. Vielleicht liegt es ja daran! Der US-Präsident mag keine Hunde. Also endlich ein Thema, bei dem er sich nicht einmischt. Wau – das schafft Erleichterung!<BR /><BR /> <a href="mailto:elmar.pichlerrolle@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">elmar.pichlerrolle@athesia.it</a>