Und im Landtag dürfte es für Walcher schwierig werden, eine Mehrheit zu finden: Auch Landesrat Marco Galateo ist strikt gegen eine Hundesteuer. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/peinliches-tauziehen-um-dna-test-und-hundesteuer" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet, </a>sieht Walchers Kompromissvorschlag vor, dass für Hunde, deren DNA erhoben wird, keine Hundesteuer bezahlt werden muss. Für Hunde ohne DNA-Test hingegen sollen in Zukunft 100 Euro pro Jahr an Hundesteuer entrichtet werden.<h3> Hintner: „So ein System kann nicht funktionieren“</h3>Dr. Franz Hintner betont, „dass wir als Tierärztekammer froh wären, wenn die DNA-Geschichte auslaufen würde, weil sie nicht umsetzbar ist.“ Wenn die DNA-Erhebung künftig (wie von Walcher vorgeschlagen) „auf freiwilliger Basis“ weitergeführt werde, „dann wäre ein solches System nicht wirkungsvoll“, ist sich Hintner sicher. „So ein System kann nicht funktionieren.“ <BR /><BR />Denn wenn dann Hundekot aufgelesen werde, dann wäre die DNA in vielen solchen Fällen nicht registriert. „Somit treten Spesen auf – und die öffentliche Hand zahlen muss“, gibt Hintner zu bedenken. Aber: Er sei trotzdem absolut für die Einführung einer Hundesteuer – und auch Touristen sollten für ihre Hunde je Nächtigung zahlen. <h3> Köllensperger: „Gemeinden bleibt nur mehr Bürokratie“</h3>Auch für Team-K-Chef Paul Köllensperger ergibt das Gesetz über die Hunde-DNA mit Walchers Kompromissvorschlag „keinen Sinn mehr“. Denn wenn Hundehalter aufgrund des DNA-Tests von der Bezahlung der Hundesteuer befreit werden, dann könne man davon ausgehen, dass die meisten die DNA ihres Vierbeiners erheben lassen werden. <BR /><BR /> „Den Gemeinden bleibt aber nur mehr die Bürokratie übrig, bei den restlichen Hundehaltern die Steuer einzuheben sowie auf die eventuell verbliebenen Hundehaufen noch einen aufwändigen, teuren DNA-Test durchzuführen“, glaubt Köllensperger. <BR /><BR />Zudem müsste man bei einer Einführung der Hundesteuer all jene Hundehalter von der Steuer befreien, die ihren Vierbeiner aus dem Tierheim geholt haben – und die ältere Generation sollte ebenfalls keine Hundesteuer zahlen, fordert Köllensperger.<h3>FdI stellen sich gegen Hundesteuer</h3>Landesrat Galateo schreibt: „Wir waren bereits gegen die DNA-Erhebung der Hunde und sind völlig gegen die Einführung einer Hundesteuer.“ Er verstehe, dass Walcher eine Lösung finden müsse für jene über 20.000 Hundebesitzer, die ab Jänner eine Geldbuße entrichten müssten, weil sie keinen DNA-Test vorweisen können. <BR /><BR />Er sei „besorgt darüber“, dass es am Ende weiterhin Hundehaufen auf den Straßen geben und diese Hundehalter ungestraft bleiben werden. Parteikollegin Anna Scarafoni hatte die Hundesteuer ebenfalls bereits entschieden abgelehnt. <h3> Es gibt noch „viel Diskussionsbedarf“</h3>Für Walchers Kompromissvorschlag sprechen sich hingegen Landesrat Christian Bianchi und Landtagsvizepräsident Angelo Gennaccaro aus. Sven Knoll (STF) sieht Walchers Vorschlag nicht als Kompromiss, sondern als „Fortführung eines schlecht ausgearbeiteten Entwurfes“. Für Andreas Colli (Wir Bürger) geht Walchers neuer Vorschlag „komplett an der ursprünglichen Idee vorbei“. <BR /><BR />Er befürchte, dass mit der Einführung einer Hundesteuer viele Hunde überhaupt nicht mehr gechippt werden und somit auch im Register nicht auffindbar sein werden. Laut SVP-Fraktionssprecher Harald Stauder besteht wegen der Skepsis in puncto Hundesteuer noch „viel Diskussionsbedarf“. Es sei aber genug Zeit da, die Sache zu diskutieren und er sei optimistisch, „dass eine gute Lösung gefunden wird“, so Stauder.