Montag, 20. Juni 2016

Waltraud Deeg betont Bedeutung der Kleinkindbetreuung

Dass in der Kleinkindbetreuung wertvolle pädagogische Arbeit geleistet wird, davon hat sich Landesrätin Waltraud Deeg in der Landesfachschule für Sozialberufe "Hannah Arendt" in Bozen überzeugt.

Landesrätin Deeg betonte die Bedeutung von qualifiziertem Personal in der Kleinkindbetreuung.
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Landesrätin Deeg betonte die Bedeutung von qualifiziertem Personal in der Kleinkindbetreuung. - Foto: © STOL

"Vor allem in den ersten Lebensjahren ist es wichtig, auf qualitativ hochwertig ausgebildete und fachlich kompetente Betreuungspersonen zurückgreifen zu können, wenn Kinder im außerfamiliären Raum betreut werden", unterstrich Familienlandesrätin Deeg im Gespräch mit den "Hannah Arendt"-Schülern.

Neben dem Betreuungsaspekt sei dabei auch jener der Bildung wesentlich, meinte Deeg - "Bildung beginnt bereits mit dem ersten Lebenstag", so die Landesrätin weiter.

Gespräch mit Schülern

Die Schülerinnen und ein Schüler verwiesen auf die umfassenden Kompetenzen, die das Berufsbild der Kinderbetreuerin erfordere. "Es  braucht dafür berufliche Handlungs-, Sozial- und Fachkompetenz, denn schließlich geben die Eltern das Wertvollste, das sie haben, in fremde Hände", hieß es im Gespräch mit der Familienlandesrätin.

Kritik an der Entlohnung

Nicht angemessen erscheint den Lehrkräften wie Schülerinnen und Schülern die derzeitige Entlohnung. "Den Menschen muss bewusst werden, wie wertvoll diese Arbeit ist, und dies muss sich auch im Gehalt niederschlagen", forderte Direktor Luigi Mario Loddi.

Familienlandesrätin Deeg berichtete, dass die Gewerkschaften bereits dazu angehalten wurden, sich um Zusatzverträge für eine höhere Entlohnung zu kümmern. Innerhalb 2016 soll darüber hinaus eine bessere Formulierung des Berufsbildes vorliegen.

Wichtig sei laut Landesrätin Deeg eine Qualitätsüberwachung bei den Anbietern. Auch die Gemeinden müssten sich finanziell am Ausbau und der Entwicklung des Kinderbetreuungsangebotes beteiligen.  

Gute Rahmenbedingungen sind das A und O

Die Schülerinnen und Schüler berichteten indes über ihre praktischen Erfahrungen im Rahmen ihrer Ausbildung. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass die Freude am Umgang mit Kindern und gute Rahmenbedingungen wesentliche Voraussetzungen seien, um für die Arbeit motiviert zu sein.

"Angesichts des steigenden Bedarfs an Kinderbetreuungseinrichtungen handelt es sich um ein Berufsbild mit Zukunft", ist sich Landesrätin Deeg sicher.

stol/lpa

stol