Die SVP will ihren Sitz aber nur dann veräußern, wenn ihre gesamte Immobilie verkauft wird, einen Teilverkauf lehnt sie ab. Deshalb versucht der Makler nun, auch den anderen Teil des Sitzes – 4 Räume und 170 Quadratmeter brutto – an den Mann zu bringen und bewirbt diesen online. Der Makler Martin Pichler nennt auch den Preis, den die Immobilie erzielen könnte.<h3> Warten auf ein konkretes Kaufangebot</h3>Vor etwa 2 Jahren sind bereits Teile des SVP-Sitzes im oberen Stock in der Brennerstraße verkauft worden. Auch damals war ein Interessent über Martin Pichler an die SVP herangetreten und diesmal ist es im Wesentlichen die gleiche Geschichte, berichtet SVP-Geschäftsführer Martin Karl Pircher. Der gesamte SVP-Sitz habe derzeit noch eine Fläche von 440 Quadratmetern brutto. Eine interessierte Gruppe würde davon mehr als die Hälfte erwerben, sagt Pircher. Eine Besichtigung der Immobilie sei bereits vorgenommen worden, konkretes Angebot liege aber noch keines auf dem Tisch. „Was den Preis betrifft, so haben wir eine Vorstellung, nun sollen die Kaufinteressenten mitteilen, welchen Preis sie sich vorstellen und dann wird man sehen“, sagt Pircher. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1102548_image" /></div> <h3> SVP-Gremien müssten Verkauf absegnen</h3>Ein etwaiger Verkauf müsste dann aber noch von den Gremien genehmigt werden. Eigentümerin der Immobilie ist die Stiftung Südtiroler Volkspartei, sagt Pircher. Mit dem Verkauf müsste sich dann der Stiftungsrat befassen. Im Stiftungsrat sitzen Landeshauptmann, Parteiobmann, Parteisekretär und Parlamentarier, erklärt der Geschäftsführer. Eine neue Immobilie habe die SVP derzeit nicht in Aussicht. <BR /><BR />Partei und Stiftung haben derzeit noch etwa 1,8 Millionen Euro Schulden – ursprünglich sind es 6 Millionen Euro gewesen. <h3> Mit Verkauf eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten</h3>Wegen dieser Schulden muss die SVP seit Jahren mit angezogener Handbremse fahren, sagt Pircher. Würde die SVP dank Verkauf der Immobilie finanziell endlich wieder flüssiger, dann eröffneten sich neue Möglichkeiten „in der politischen Arbeit, in der Betreuung von Ortsgruppen, in der Begleitung der Politik mit Aktionen usw.“, meint Pircher.<BR /><BR />Nach Angaben von Immobilienmakler Pichler erzielen Büros in zentralen Lagen in Bozen (wie die Brennerstraße) Verkaufspreise von 5000 bis 6000 Euro pro Brutto-Quadratmeter. Der gesamte Sitz der SVP könnte somit einen Verkaufspreis von 2 bis 2,5 Millionen Euro erzielen. <BR /><BR />SVP-Sekretär Harald Stauder weist darauf hin, dass sich der Sitz der SVP in den besten Lagen Bozens befindet. „In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat sich immer wieder gezeigt, dass die SVP nicht mehr so viel Platzbedarf hat. Deshalb hat es immer wieder Teilverkäufe gegeben“, so Stauder.