Vorangegangen war dem präsidialen Rüffel ein Aufstand der Opposition bei der letzten Landtagssitzung. Grund war die Abwesenheit von Landesrat Alfreider, der sich auf einer Rom-Reise befand. Im Landtag verlas Schuler allerdings eine lange Liste unbeantworteter Anfragen: Die meisten waren an den abwesenden Landesrat gerichtet.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64444863_quote" /><BR /><BR />Das brachte das Fass zum Überlaufen, denn die Opposition hatte sich im Rahmen der Fraktionssprechersitzung bereits mehrfach beklagt, dass Alfreiders Antworten verspätet und „patzig“ daherkämen. „Das Resultat ist, dass es noch schlechter wurde“, so Paul Köllensperger (Team K). <BR /><BR />Es gehe der Minderheit nicht darum, die Landesräte mit Anfragen zu „piesacken, ärgern und stressen, sondern um ihr Kontrollrecht“, wetterte Brigitte Foppa (Grüne). Fazit: Alfreider musste am nächsten Tag „nachsitzen“, um offene Anfragen zu beantworten. Das gab es im Landtag wohl noch nie.<h3> Die Aufforderung</h3>Doch damit nicht genug. Gestern flatterte ihm ein Schreiben des Landtagspräsidenten ins Haus. „Wie mit der Opposition vereinbart“, so Schuler, habe er Alfreider aufgefordert, künftig Fristen einzuhalten und zeitgerecht auf Anfragen zu reagieren.<h3> Der Gang ins Archiv</h3>Alfreider verteidigt sich. Man nehme Anfragen ernst. Zuletzt seien aber 34 an ihn ergangen. „Mit bis zu 13 Zusatzfragen, bei denen Daten bis ins Jahr 2009 angefordert wurden, für die Mitarbeiter in Archiven blättern mussten.“ Abgesehen davon, dass Mitarbeiter auch etwas anderes zu tun haben, dauere das dann trotz aller Bemühungen. <BR /><BR />Alfreider regt ein Nachdenken über die Geschäftsordnung des Landtags an. „Wie der Name besagt, sollte es sich bei aktuellen Anfragen um eine Frage zu einem aktuellen Thema handeln.“ So werde es in vielen anderen Parlamenten gehandhabt.