Gestartet ist der Lehrgang am Freitag mit einem ersten Netzwerktreffen, Einführungsreferaten und einer abschließenden Podiumsdiskussion mit mehreren politisch bereits aktiven Frauen. <BR /><BR />Am runden Tisch berichteten sie über ihre Erfahrungen und standen im Anschluss den Teilnehmerinnen für den persönlichen Austausch zur Verfügung. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67318570_quote" /><BR /><BR />Eine davon war Cristina Pallanch, seit 2022 Bürgermeisterin von Kastelruth (siehe auch unten). Sie konnte sich damals mit 46 Prozent der Stimmen gegen ihren Kontrahenten Andreas Colli durchsetzen. Was macht sie als Frau besser? Darum gehe es nicht, meint Pallanch. <BR /><BR />Vielmehr brauche es in der Politik einen ausgewogenen Mix der Geschlechter. Und dafür müssten sich Frauen eben einbringen: „Frauen haben oftmals eine andere Sichtweise auf die Dinge und gehen sie anders an“, ist sie überzeugt. Insbesondere bei sozialen Themen oder im Bereich Schule/Kindergarten hätten sie auch ganz andere Einblicke als Männer. „Das heißt aber keineswegs, dass sich Frauen nicht für Wirtschaft interessieren oder sich da nicht auskennen würden“, fügt sie hinzu.<h3> Lehrgang auch als Netzwerk gedacht</h3>In den kommenden Wochen folgen dann 6 Ausbildungsmodule (auch als Webinar), in denen es beispielsweise um den Bereich der sozialen Medien und um Kommunikationsstrategien geht, um Zeitmanagement oder um Selbstmarketing. <BR /><BR />Darüber hinaus ist der Lehrgang aber auch als Netzwerk gedacht. Neben den Referentinnen gibt es daher auch Mentorinnen, die bereits in der Gemeindepolitik sind und sich den Teilnehmerinnen auch für einen privaten Erfahrungsaustausch zur Verfügung stellen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67318574_quote" /><BR /><BR />„Wir brauchen Frauen als Vorbilder und müssen solche Vorbilder auch aktiv schaffen“, erklärt Oberhammer, „damit mehr Frauen Lust auf Politik bekommen.“ <BR /><BR />Nach der Vorstellung der Initiative Mitte September hatte es von einigen Seiten Kritik gegeben. Eine Fortbildung speziell Frauen unterstelle, dass Frauen anders als Männer das nötig hätten. Oberhammer kontert: „Ich finde, solche Kurse bräuchte es auch für Männer. Frauen wollen sich offensichtlich fortbilden. Die Frage ist also, warum nicht auch die Männer?“<h3> Was 6 Teilnehmerinnen erzählen:</h3><b>„Wir müssen uns mehr unterstützen“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095132_image" /></div> <BR />Für mehr „Frauenpower“ in der Politik ist <b><Fett>Viktoria Oberhammer</Fett></b> aus Bruneck (im Bild). „Es steht noch nicht ganz fest, aber vielleicht kandidiere ich im nächsten Jahr bei den Gemeinderatswahlen.“ Beim Lehrgang könne man sich auf diese Herausforderung vorbereiten und miteinander vernetzten. „Wir Frauen müssen uns gegenseitig einfach viel mehr unterstützen.“<BR /><BR /><b>„Mitreden und etwas mitbewegen“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095135_image" /></div> <BR /><b>Ingrid Pfeifer</b> aus Karneid (im Bild) will „mitreden“ und „etwas bewegen“. Das, so sagt sie, geht aber nur, wenn man sich selber in die Politik einbringt. Nun hofft sie auf Tipps, die sie auf ihrem Weg dorthin weiterbringen können. Besonders am Herzen liegen ihr soziale Themen. „Ich schau mir das jetzt beim Kurs an und entscheide dann, ob die Politik wirklich was für mich ist.“<BR /><BR /><b>„Ein Netzwerk mit den Frauen bilden“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095138_image" /></div> <BR /><b>Sabine Gruber</b> aus Bozen (im Bild) hat bereits politische Erfahrungen als Kandidatin für die Landtags- und die EU-Wahlen gesammelt. Ob es dabei bleibt, steht noch nicht fest. „Ich erwarte mir jetzt, dass ich etwas dazulerne und vielleicht ein Netzwerk mit den Frauen bilde.“ Der Lehrgang sei ein Vorteil, denn „was man gehört und gelernt hat, kann einem niemand mehr nehmen.“ <BR /><BR /><b>„Einsatz für Nachhaltigkeit“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095141_image" /></div> <BR /><b>Stefanie Amrain</b> aus Sterzing (im Bild) hat ein konkretes Thema, für das sie sich einsetzen möchte: die Nachhaltigkeit, auch die soziale. „Dieses Thema beschäftigt mich auch in meinem Studium. Nun geht es darum, in diesem Bereich vor Ort etwas verändern zu können“, sagt sie. Und noch etwas treibt sie um: „Zu viele junge Leute kehren Südtirol den Rücken. Das muss anders werden.“<BR /><BR /><b>„Den Frauen mehr Gehör verschaffen“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095144_image" /></div> <BR />Teilnehmerin <b><Fett>Lisa Kirchler</Fett></b> vom Ritten (im Bild) möchte die Dinge selbst in die Hand nehmen: „Ich habe das Gefühl, dass die Frauen mehr gehört werden müssen. Wenn es solche Möglichkeiten gibt, sollte man auch daran teilnehmen, anstatt sich zu ärgern, dass nichts passiert.“ Im nächsten Jahr möchte sie in ihrer Gemeinde bei den Gemeinderatswahlen kandidieren.<BR /><BR /><b>„Soziale Medien für mich nutzen“</b><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1095147_image" /></div> <BR /><b>Cristina Pallanch</b> aus Kastelruth (im Bild) ist bereits in der Gemeindepolitik: als Bürgermeisterin von Kastelruth. Das Fortbildungsangebot nimmt sie aber trotzdem gerne an. „Gerade der Bereich der sozialen Medien und wie man sie für die politische Arbeit nutzen kann, interessiert mich sehr. Ich denke, da kann ich für mich einiges mitnehmen“. Frauen, ist sie überzeugt, müssen sich mehr zutrauen.