<h3> „Das ist eine Umweltbelastung“</h3><div class="img-embed"><embed id="1217697_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Die „hundefreundlichste“ Gemeinde ist gemäß einer Statistik aus dem Jahr 2023 Unsere Liebe Frau im Walde/St. Felix. Auf 5,7 Einwohner kommt ein Hund. Für Bürgermeisterin <b>Gabriela Kofler</b> (Bild) stellt der geplante Gesetzentwurf einen Versuch zur Reglementierung dar. „Das Phänomen Hundehaltung hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, beobachtet sie. Dennoch müsse man zwischen den Gegebenheiten auf dem Land und in der Stadt unterscheiden. „Viele Höfe haben einen Hund. Dort hat er Freiraum und übernimmt auch eine Schutzfunktion.“ Die Hinterlassenschaften würden vor allem in den Städten ein Problem darstellen. „Aber auch in unserer Gemeinde werden die Säckchen vielfach herumgeschmissen. Das ist eine Umweltbelastung“, sagt sie. <h3> Bringt die Änderung eine Senkung der Müllgebühr?</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1217700_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Ähnliches zu berichten weiß der Bürgermeister der Gemeinde Martell, <b>Georg Altstätter</b> (Bild). „Die Häufchen stellen zwar kein Riesenproblem, aber ein Problem dar“, sagt er. Bei Urlaubern ebenso wie bei Einheimischen sei der Hund beliebt. Bei der Vinschger Gemeinde Martell kommt auf 6,5 Einwohner ein Hund. „Das Land entscheidet. Ich finde diese Regelung aber besser als die Pflicht, Hunde einem DNA-Test zu unterziehen“, so Altstätter. <BR /><BR />Die Hundesteuer von 100 Euro pro Jahr soll an die eigene Gemeinde abgeführt werden. Laut Landesrat Walcher soll das Geld für die Reinigung von Straßen und Plätzen sowie für die Errichtung von Hundeauslaufzonen verwendet werden. Bislang wurden diese Kosten über die Müllgebühr eingehoben. Bringt die Gesetzesänderung gar eine Senkung der Müllgebühr? „Das kann ich nicht genau sagen. Wenn, dann glaube ich nicht, dass es ein großer Prozentsatz wäre“, sagt Altstätter. Allemal könne man so noch mehr daran arbeiten, die Gemeinde sauber zu halten. <h3> „Das ist grundsätzlich eine gute Initiative“</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1217703_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />„Schwierig zu sagen, ob durch die geplante Hundesteuer die Kosten für jeden einzelnen Bürger sinken würden“, sagt Merans Bürgermeisterin <b>Katharina Zeller</b> (Bild). Es sei aber eine Erleichterung, weil es einen zusätzlichen Finanzierungsweg darstellen würde, um die Stadt sauber zu halten. „Die Belastung wird immer größer. Es gibt immer mehr illegalen Müll und Hunde“, berichtet sie. In Meran wäre eine Einführung der Steuer deshalb Thema. „Die Gemeinde stellt Säckchen für die Häufchen zur Verfügung und säubert regelmäßig die Stadt. Wir haben Mehrkosten“, sagt sie. Auch Hundezonen habe man eingerichtet. <BR /><BR />Landesrat Luis Walchers Vorschlag bezeichnet Zeller, die selbst lange einen Hund besaß, deshalb als eine grundsätzlich gute Initiative. „Das Land stellt die Rahmenbedingungen. Trotzdem sollten die Gemeinden dann selbst entscheiden, ob sie sie anwenden, denn die Realitäten sind unterschiedlich.“ <h3> Andere Städte als Vorbilder</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1217706_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Die meisten Hunde in absoluten Zahlen hat die Landeshauptstadt mit 7.557 (Stand Dezember 2023). Vizebürgermeister <b>Stephan Konder</b> (Bild) findet eine geplante Hundesteuer deshalb durchaus sinnvoll. „Das Geld muss aber zweckgebunden werden, damit wir wirklich Reinigungs- und Verschönerungsmaßnahmen und Ähnliches durchführen können“, fordert er. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1217709_image" /></div> <BR />Städte wie Wien, Salzburg, Innsbruck, München, Berlin oder Hamburg hätten es längst vorgemacht. „In Wiesbaden fällt für Kampfhundbesitzer sogar eine spezielle Steuer von 800 Euro an“, weiß er. 100 Euro seien laut Konder durchaus „verträglich“. Mit den Geldern aus der Hundesteuer könne man zusätzliche Maschinen ankaufen, um die Straßen zu reinigen und auch zusätzliches Personal einstellen. „So würde die Stadt für alle sauberer werden.“