Die Pipeline ist zwar noch nicht in vollem Umfang aktiv, was die Schwarzseher etwas tröstet, aber man darf damit rechnen, dass die Kapazität mehr und mehr ausgeschöpft werden wird. <h3> Russen-Gas als Dilemma</h3>Dabei bleibt die Frage unbeantwortet, wie man es denn grundsätzlich mit dem Russen-Gas hält. Einerseits sollen alle Lieferungen neuen Sanktionen zum Opfer fallen, um Russland für den Ukraine-Krieg zu bestrafen, andererseits führt man Klage darüber, Moskau würde den Gashahn politisch missbrauchen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="791552_image" /></div> <BR />Auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), bekannt für ihr tändlerisches Verhältnis zur Wirklichkeit, hat sich in die Debatte eingeschaltet. Ihr Fazit ist, Deutschland habe ein Gas-Problem, kein Strom-Problem. <BR /><BR />Derselben Meinung ist übrigens auch ihr Parteifreund, Wirtschaftsminister Robert Habeck. Doch beide verschweigen, dass für die Gewinnung von Strom große Mengen an Gas verheizt werden müssen.<BR /><BR />Auch andere Meinungsäußerungen sind geeignet, für Irritationen zu sorgen. Weitum heißt es in Deutschland, das russische Gas lasse sich problemlos durch andere Energieträger ersetzen. Andererseits zeichnet die EU-Kommission bereits Katastrophen-Szenarien für den kommenden Winter. <h3> Flüssiggas aus den USA in Debatten wichtig</h3>Ob man es nun will oder nicht - weil es zu teuer ist oder aber umweltschädlich gefördert – das Flüssiggas vor allem aus den USA nimmt in dieser Debatte einen immer größeren Raum ein. Manche sehen darin das energiepolitische Heil, aber auch hier gibt es Bedenken über die beiden genannten hinaus. Das größte Problem besteht nämlich darin, dass es weltweit nur wenig freie Transport-Kapazitäten für Flüssiggas gibt.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-55277735_quote" /><BR /><BR /><BR />Da ist es kein Wunder, dass die Kernenergie wieder ins Gespräch kommt. Für die Grünen ist das fatal, denn ihre Gegnerschaft dazu gehört zu den Grundpfeilern der Partei. Da trifft es diese hart, dass eines ihrer prominenten Mitglieder, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, erklärt, die Möglichkeit einer längeren Laufzeit für die verbliebenen drei Kernkraftwerke dürfe kein Tabu sein. Doch daran wird kaum zu rütteln sein: Ende des Jahres, mitten im Winter, schaltet die Regierung die Kraftwerke aus. <BR /><BR />Doch einen Trost gibt es: Der Aufruf Habecks, nicht mehr so viel zu duschen, scheint Gehör zu finden. Dem Vernehmen nach widmen sich 62 Prozent der Bevölkerung gegenüber der Zeit vor 4 Wochen seltener und kürzer der Körperreinigung. Wahrlich ein Fortschritt und eine energiepolitische Tat!<BR />