Donnerstag, 07. Mai 2015

Was, wenn keiner "sticht"?

In den meisten Gemeinden wird am Sonntag wohl vor allem dem Ausgang der Bürgermeisterwahlen entgegengefiebert. Doch was passiert, wenn keiner der Kandidaten die vorgegebene Mehrheit der Stimmen erreicht? Dann finden zwischen den zwei meist gewählten Kandidaten Stichwahlen statt.

Dass es nach dem Urnengang vom Sonntag zu Stichwahlen kommt, ist in den Gemeinden mit mehr als 15.000 Einwohnern durchaus wahrscheinlich und in jenen mit geringerer Bevölkerung nahezu ausgeschlossen.
Dass es nach dem Urnengang vom Sonntag zu Stichwahlen kommt, ist in den Gemeinden mit mehr als 15.000 Einwohnern durchaus wahrscheinlich und in jenen mit geringerer Bevölkerung nahezu ausgeschlossen. - Foto: © STOL

Gemeinden mit mehr als 15.000 Einwohner 

Eine solche Stichwahl ist in den Gemeinden mit mehr als 15.000 Einwohnern - das sind Brixen, Bozen, Leifers und Meran – dann vorgesehen, wenn keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. In diesem Fall treten die zwei meist gewählten Kandidaten am zweiten Sonntag nach den Wahlen erneut gegeneinander an.

Vor fünf Jahren kam es in Brixen, Leifers und Meran zu einem zweiten Urnengang. Nur in Bozen konnte sich Luigi Spagnolli, durchaus überraschend, bereits im ersten Wahlgang durchsetzen.

Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohner

Sehr viel unwahrscheinlich, wenn nicht sogar nahezu ausgeschlossen, ist eine Stichwahl in Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern. Dort gibt es nur eine Stichwahl, wenn zwei Kandidaten exakt gleich viele Stimmen erhalten haben.

Kurios: Wenn drei oder mehrere Kandidaten auf die selbe Zahl von Stimmen kommen, stellen sich, sofern keiner verzichtet, die zwei ältesten Kandidaten der Stichwahl

Stichwahlen am 24. Mai

In diesem Jahr werden eventuelle Stichwahlen am 24. Mai abgehalten werden.

stol

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