Die aktuelle Situation ist die Folge einer außergewöhnlich langen Trockenperiode mit hohen Temperaturen, fehlenden Schneereserven sowie unzureichenden Niederschlägen. Die verfügbaren Wasserressourcen im Einzugsgebiet der Etsch wurden dadurch deutlich reduziert.<h3> „Die aktuelle Situation verlangt von uns allen Verantwortung und Weitblick“</h3>Ausschlaggebend für die Anhebung der Warnstufe war insbesondere die Entwicklung des Abflusses der Etsch im Unterlauf. Dieser lag in den vergangenen Tagen wiederholt unter dem Richtwert von 80 Kubikmetern pro Sekunde, der erforderlich ist, um das Eindringen von Salzwasser aus dem Meer in die Trinkwasserressourcen des Unterlaufs zu verhindern.<h3> Verantwortung aller Bürger ist gefordert</h3>„Die aktuelle Situation verlangt von uns allen Verantwortung und Weitblick. Wasser ist eine begrenzte Ressource, auf die Natur, Bevölkerung, Landwirtschaft und Wirtschaft gleichermaßen angewiesen sind. Mit den beschlossenen Maßnahmen setzen wir einen wichtigen Schritt, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die verfügbaren Wasserressourcen bestmöglich zu schützen. Jetzt kommt es darauf an, dass alle ihren Beitrag leisten“, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. <BR /><BR />Gleichzeitig wurden am heutigen Montag die Maßnahmen den Gemeinden im Zuge einer Online-Sitzung von Kompatscher, dem Landesrat für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz Peter Brunner sowie dem Präsidenten des Gemeindenverbandes, Dominik Oberstaller, vorgestellt. Diese dankten dem Wassernotstandskomitee für die gute Vorbereitung. <h3> „Wasser wird in den kommenden Wochen eine noch wertvollere Ressource sein“</h3>„Jeder Liter Wasser, den wir heute einsparen, hilft mit, die Versorgung in den kommenden Wochen zu sichern. Die derzeitige Situation erfordert einen bewussten und sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser. Die beschlossenen Maßnahmen sind keine Selbstzweckmaßnahme, sondern eine notwendige Reaktion auf eine außergewöhnliche Trockenperiode“, erklärt Landesrat Brunner. <BR /><BR />Die nun beschlossenen Maßnahmen sollen dazu führen, den Wasserverbrauch zu reduzieren und die verfügbaren Ressourcen gezielt einzusetzen, um die Trinkwasserversorgung zu sichern und die Auswirkungen der Trockenheit auf Landwirtschaft, Umwelt und Wirtschaft möglichst gering zu halten. <BR /><BR />„Wasser wird in den kommenden Wochen eine noch wertvollere Ressource sein. Die Landwirtschaft ist darauf angewiesen, gleichzeitig trägt sie aber auch Verantwortung für einen sparsamen Umgang mit dem verfügbaren Wasser. Die beschlossenen Maßnahmen sind Ausdruck einer gemeinsamen Anstrengung aller Sektoren“, bewertet Landwirtschafts-Landesrat Luis Walcher den Schritt.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75671351_listbox" /><BR /><BR /><BR />„Die direkte Information der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stellt sicher, dass wichtige Informationen rasch an die Bevölkerung weitergegeben werden können. Nur wenn Land und Gemeinden gemeinsam handeln, können wir rasch und wirksam auf die aktuelle Wasserknappheit reagieren“, schließt Dominik Oberstaller, der Präsident des Gemeindenverbands. <BR /><BR />Die getroffenen Maßnahmen sowie die hydrologische Entwicklung würden nun fortlaufend monitoriert, um die Maßnahmen punktgenau anpassen zu können.