Donnerstag, 24. September 2020

Italien genehmigt der „Alan Kurdi“ das Anlegen in Sardinien

Italien hat dem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea Eye mit 125 Migranten an Bord das Anlegen in Sardinien genehmigt. Dies teilte das italienische Innenministerium am Donnerstag mit. 80 Prozent der Migranten sollen auf andere EU-Länder umverteilt werden, hieß es.

Die „Alan Kurdi“ darf in Sardinien anlegen.
Die „Alan Kurdi“ darf in Sardinien anlegen. - Foto: © APA/afp / JORIS GRAHL
Das NGO-Schiff, das Kurs auf Marseille genommen hatte, ist am Donnerstag nach einer Verschlechterung der Wetterlage im Hafen von Arbatax auf Sardinien eingetroffen.

Am vergangenen Wochenende hatte das Schiff die italienische Insel Lampedusa erreicht, erhielt dort aber keine Genehmigung, die Menschen an Land zu bringen. Nach Angaben von Sea-Eye lehnte auch Malta die Bitte um Aufnahme ab, weshalb die „Alan Kurdi“ schließlich Kurs auf Marseille nahm.

Italien hat dem Rettungsschiff nun das Anlegen in Sardinien genehmigt. Dies teilte das italienische Innenministerium am Donnerstag mit.

Die Seenotrettung im Mittelmeer ist ein umstrittenes Thema. Italien und Malta lassen gerettete Migranten oft Tage oder Wochen auf Schiffen ausharren, ehe ihnen die Einfahrt in einen Hafen erlaubt wird.

apa/dpa