Dienstag, 24. November 2020

Weihnachten ohne Feiern? Conte trübt Hoffnungen

Ministerpräsident Giuseppe Conte hat die Aussicht auf Winterurlaub und ein normales Weihnachten getrübt. „Es ist nicht möglich einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten“, sagte Conte im Interview mit dem Fernsehsender „La7“.

„Alle für die Weihnachtszeit typischen gesellschaftlichen Anlässe zu erlauben, ist nicht möglich“, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte.
„Alle für die Weihnachtszeit typischen gesellschaftlichen Anlässe zu erlauben, ist nicht möglich“, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte. - Foto: © dpa-tmn / Frank Rumpenhorst
Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron werde an einem gemeinsamen europäischen Protokoll gearbeitet.



Kritik kam aus den Regionen. Wenn Skipisten geschlossen würden, sollte das für ganz Europa gelten, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, im Interview mit dem „Corriere della Sera“.

Der Präsident der Südtiroler Handelskammer hat auf die Aussagen des italienischen Ministerpräsidenten reagiert. In einem Schreiben an Giuseppe Conte widerspricht Michl Ebner dabei dessen Aussage, die zweite Corona-Ansteckungswelle im Herbst sei auf die Ferien an „ferragosto“ zurückzuführen.

Die Ansteckungen, so Michl Ebner in einem Schreiben an Premier Conte, seien jedoch im August und September linear eingeschraubt geblieben und erst Mitte Oktober, also ganze 2 Monate nach Maria Himmelfahrt, rasant angestiegen.

Conte schloss im „La7“-Interview vom Montagabend Beschränkungen an Weihnachten nicht aus. Am Reisen zwischen den verschiedenen Regionen werde gearbeitet, sagte er. Die Weihnachtszeit erfordere allerdings „Ad-Hoc-Maßnahmen“, erklärte er weiter. „Alle für die Weihnachtszeit typischen gesellschaftlichen Anlässe zu erlauben, ist nicht möglich.“

Am Montag hatten die Behörden in Italien 630 Tote innerhalb von 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet. In dieser Zeit wurden zudem knapp 23.000 Neuinfektionen registriert.

dpa/stol