Montag, 05. Oktober 2020

Weißes Haus: Trumps Zustand bessert sich weiter

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben des Stabschefs im Weißen Haus weiter verbessert. Mark Meadows zeigte sich am Montag optimistisch, dass Trump bald ins Weiße Haus zurückkehren könnte.

Trumps Zustand soll sich weiter verbessert haben.
Trumps Zustand soll sich weiter verbessert haben. - Foto: © APA/afp / MANDEL NGAN
Trump hatte seine Corona-Infektion am Freitag nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekannt gegeben und war keine 24 Stunden später per Helikopter ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington gekommen. Nachdem es widersprüchliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand gab, war am Sonntag klar: Der Zustand des Präsidenten war zwischenzeitlich ernster als zunächst dargestellt. Mit seinen 74 Jahren gehört Trump zu einer Corona-Risikogruppe.

Ein Arzt hatte am Sonntag die Möglichkeit der baldigen Entlassung aufgeworfen. Trump könnte im Weißen Haus weiter behandelt werden, wo es einen Krankenhaustrakt gibt. „Wir sind weiterhin optimistisch, dass er im Laufe des Tages ins Weiße Haus zurückkehren kann“, sagte Meadows dem Sender Fox News. Mit einer Entscheidung sei aber frühestens am Nachmittag (Ortszeit) nach Besprechungen mit den Ärzten zu rechnen. Trump habe einen „unglaublichen Fortschritt“ gemacht, sagte Meadows mit Blick auf den Gesundheitszustand des Präsidenten.

4 Wochen vor der Wahl am 3. November könnte Trump mit einer schnellen Entlassung ein Zeichen der Stärke senden – auch wenn die Erkrankung damit noch nicht ausgestanden wäre. Persönliche Auftritte des Republikaners wurden bis auf Weiteres abgesagt, Trumps Herausforderer Joe Biden von den Demokraten setzte seinen Wahlkampf fort. Bidens Team verkündete am Sonntag, dass Biden erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden sei.

Trump bewies am Sonntag, dass man trotz seiner Corona-Infektion mit Überraschungen rechnen muss. E r verließ kurzzeitig das Krankenhaus, um sich bei einer Fahrt im gepanzerten Wagen von Anhängern vor der Klinik bejubeln zu lassen. Einige Ärzte und Wissenschafter kritisierten die Aktion, die Fragen zur Sicherheit der anderen Personen in Trumps Wagen aufgeworfen hatte. „Die Verantwortungslosigkeit ist erstaunlich“, schrieb der am Walter-Reed-Krankenhaus tätige Mediziner James P. Phillips auf Twitter und sprach von einem „politischen Theater“, das andere in Lebensgefahr bringe.

apa/dpa/stol

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