Freitag, 21. Dezember 2018

Weitere Festnahmen nach Mord an Touristinnen in Marokko

Nach der Ermordung zweier skandinavischer Rucksacktouristinnen in Marokko haben die Ermittler weitere Festnahmen gemeldet. Neun Verdächtige wurden bei Razzien in verschiedenen Städten des Landes festgenommen, wie die Anti-Terror-Polizei am Freitag mitteilte. Gegen sie werde wegen mutmaßlicher Verbindungen zu den „Urhebern dieses Terrorakts” ermittelt.

Symbolfoto
Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Bei den Durchsuchungen seien mehrere Waffen, Militäruniformen und Material zum Bau von Sprengsätzen sichergestellt worden. Insgesamt sitzen nun 13 Verdächtige in Gewahrsam.

Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin waren am Montag in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden worden. Die beiden hatten in einem bei Wanderern beliebten Gebiet am Fuß des Berges Toubkal ihr Zelt zum Übernachten aufgeschlagen. Eine der beiden jungen Frauen wurde nach Angaben aus Ermittlerkreisen enthauptet.

Kurz nach dem Leichenfund wurde am Montag ein erster Verdächtiger festgenommen, drei weitere gingen der Polizei nach einem öffentlichen Fahndungsaufruf am Donnerstag ins Netz. Die vier Männer hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat” (IS) die Treue geschworen.

Die beiden Frauen sollen in ihrer Heimat beigesetzt werden. Ein Flugzeug mit ihren Leichen an Bord hob am Freitagmittag Richtung Kopenhagen ab.

apa/ag.

stol