Mittwoch, 30. Januar 2019

Weiterer UNO-Hilfskonvoi für syrische Flüchtlinge in Rukban geplant

Ein weiterer UNO-Hilfskonvoi soll syrischen Flüchtlingen im Lager Rukban nahe der jordanischen Grenze dringend benötigte Lebensmittel liefern und sie gegen eisige Temperaturen wappnen. Die ersten der mehr als 100 Lastwagen sollten kommenden Dienstag aufbrechen, sagte UNO-Nothilfekoordinator Mark Lowcock in New York am Mittwoch.

Ein weiterer UNO-Hilfskonvoi soll syrischen Flüchtlingen nahe der jordanischen Grenze  Lebensmittel liefern und sie gegen eisige Temperaturen wappnen.
Ein weiterer UNO-Hilfskonvoi soll syrischen Flüchtlingen nahe der jordanischen Grenze Lebensmittel liefern und sie gegen eisige Temperaturen wappnen. - Foto: © shutterstock

Die Konfliktparteien und deren Verbündete müssten den Hilfstransport unbedingt unterstützen, sagte Lowcock in einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats.

In dem Flüchtlingslager Rukban leben derzeit nach Worten Lowcocks 42.000 Menschen abgeschnitten von der Welt in einem Wüstengebiet. Bei den meisten handelt es sich um Frauen und Kinder. Allein im vergangenen Monat starben Lowcock zufolge 8 Kinder. Die 250 Helfer sollen nun knapp eine Woche in Rukban bleiben und in dieser Zeit auch möglichst viele Kinder impfen sowie Daten zu den dort lebenden Menschen sammeln.

Von Rebellen kontrolliertes Gebiet 

Rukban liegt in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet. Wegen Streitigkeiten mit der syrischen Regierung kommen Hilfstransporte kaum dorthin. Zuletzt konnten die UN und der Syrische Arabische Halbmond den Ort Anfang November versorgen – es war der erste Hilfstransport nach fast einem Jahr. Den nun geplanten Konvoi habe das syrische Verteidigungsministerium bereits mündlich genehmigt, sagte Lowcock. Auch Russland und das von den USA angeführte Militärbündnis habe Sicherheitsgarantien für den Konvoi gegeben.

Es gebe derzeit eine seltene Chance auf eine politische Lösung für den seit fast acht Jahren dauernden Konflikt, sagte Frankreichs UNO-Botschafter François Delattre. „Ich fordere den Sicherheitsrat auf, geschlossen vorzugehen und das Patt der syrischen Tragödie zu durchbrechen.“

apa/dpa

stol