Es gebe viele Signale der Hoffnung, jedoch sei die Erholung der letzten Monate insgesamt noch zu zart und fragil, erklärte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, am Samstag bei einer abschließenden Podiumsdiskussion über die globalen wirtschaftlichen Aussichten für 2013. Deshalb dürfe keine Regierung – von den USA über Europa bis nach Japan – bei den Bemühungen um Haushaltskonsolidierung Verschnaufpausen einlegen.2012 geschaffene Instrumente wie der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) müssten voll funktionsfähig gemacht und entschlossen eingesetzt werden, mahnte Lagarde. Der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD), Angel Gurria, warnte, es stünden mittlerweile keine zusätzlichen Instrumente zur Krisenbewältigung mehr zur Verfügung. Strukturelle Reformen müssten konsequent weitergeführt werden, wenn ein Rückfall in die Krise verhindert werden soll.Zum 43. Weltwirtschaftsforum waren mehr als 2.500 führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nach Davos gereist. Fast 50 Staats- und Regierungschefs beteiligten sich an Podiumsdiskussionen.apa/dpa