„Ich werde am Freitag auf der Sitzung des Ministerrates eine Senkung der Steuern vorschlagen“, kündigte sie am Donnerstag in einem Radiointerview an. Denn die Steuern auf Arbeit in Italien seien "zu hoch".Laut Fornero will die Regierung zudem vor allem die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen, die auf über 35 Prozent geklettert ist. Der Plan sehe aber „keine eklatanten, sondern gezielte, spezifische, mikroökonomische Maßnahmen“ vor.Es sei die Zeit gekommen, wieder Vertrauen zu finden, betonte Fornero.Es gehe nicht um oberflächlichen Optimismus, sondern darum, die Zukunft zu planen und Probleme zu lösen.Dazu gehörten auch höhere Löhne und Gehälter, die in Italien niedrig seien.„Das ist wichtig, denn so kann der Konsum angekurbelt werden. Um die Bezahlung der Arbeiter und Angestellten zu erhöhen, muss die Produktivität steigen. Das umzusetzen ist, zusammen mit Wirtschaft und Gewerkschaften, möglich“, betonte Fornero.Sie wünsche sich, dass die von der Regierung verabschiedete Arbeitsmarktreform bald Resultate zeigen wird. „Ich hoffe, dass in den kommenden sechs Monaten, in denen diese Regierung noch im Amt bleibt, man die Resultate der Reform sehen wird“, kommentierte Fornero. Nach OECD-Angaben ist die Jugendarbeitslosigkeit in Italien seit 2007 von 21,6 Prozent auf 35,9 Prozent gestiegen. Premier Mario Monti sprach zuletzt von einer „verlorenen Generation“.rb/apa