Der Südtiroler untermalt sein Erstaunen gerne mit Kommentaren wie „woll du“, „na guate Nocht“, „net schlecht“ oder kurz „puh“.<BR /><BR /> Wenn ein nahezu aussichtsloser Return von Sinner doch noch perfekt im Feld landet, dann heißt es: „woll du“. Wenn der Paris über die Hausbergkante flitzt und knapp den Sturz verhindert, raunt der Skifan: „net schlecht“. Wenn die Öffis zum x-ten Mal unpünktlich unterwegs sind oder gar nicht fahren, dann meint der Pendler trocken: „puh“. <BR /><BR /><embed id="dtext86-74720191_quote" /><BR /><BR />Diese sprachlichen Niedlichkeiten fällen meist ein klares und unmissverständliches Urteil – bei Bus und Bahn leider immer häufiger ein verärgertes. Mantramäßig heißt es: „Wir sind die Besten.“ Wirklich rund läuft es aber nicht.<BR /><BR />Auf den Öffi-Hauptachsen ist die Stimmung längst gekippt. Wenig klappt, und Besserung ist – eher – nicht in Sicht. Südtiroler gelten als gemütlich und geduldig, wenn aber der Kragen platzt, rette sich, wer kann, oder wie man dann sagen würde: „Na guate Nocht“. <BR /><BR /> <a href="mailto:michael.fink@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">michael.fink@athesia.it</a><BR /><BR /><b> <a href="https://www.stol.it/tag/Kommentar" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Alle Kommentare und Analysen auf STOL finden Sie hier. </a></b>